Förderung von Zisternen, Rigolen und Dachbegrünungen

Die Wiederverwendung und langsamere Versickerung von Regenwasser trägt zur Schonung der Trinkwasservorräte bei. Neben einer generellen Stärkung des Umweltbewusstseins in Zeiten des Klimawandels und der Rückhaltung von Regenwasser bei starken Niederschlägen sollen Verbrauchsspitzen u. a. durch die Gartenbewässerung im Sommer abgefedert werden.

Die Gemeinde Wallenhorst fördert aus Gründen des Natur- und Klima- sowie des Wasserschutzes den Einbau von Zisternen für die Gartenbewässerung, den Einbau von Rigolen zur Versickerung von Regenwasser auf dem Grundstück sowie die Anlage von Dachbegrünung. Voraussetzung für die Förderung ist, dass es im jeweiligen Bebauungsplan keine entsprechenden Festsetzungen gibt (Ausnahme: Dachbegrünung mit gebietseigenen Arten).

Gefördert wird

  1. der Kauf von Zisternen mit einem Mindestvolumen von 2 m³
  2. der Einbau von Rigolen zur Versickerung von Regenwasser
  3. die Anlage von Gründächern

Die Fördersummen lauten wie folgt:

  1. Die Höhe der Zuwendung für Zisternen beträgt bei 2 m³ bis 5 m³ Fassungsvolumen 250 Euro. Über 5 m³ Fassungsvolumen werden 500 Euro bezuschusst.
  2. Rigolen werden pauschal mit 500 Euro gefördert.
  3. Gründächer werden mit 10 Euro pro m² für Begrünungen mit z. B. Sedum-Arten, höchstens aber 500 Euro, und 10 Euro pro m² für Dachbegrünungen mit gebietseigenen Arten, höchstens aber 750 Euro gefördert.
    Eine Dachbegrünung mit gebietseigenen Arten fördert die Biodiversität und kann heimischen Arten einen Lebensraum bieten. Allerdings wird für diese Variante ein höheres Bodensubstrat benötigt, was die Statik auf Bestandsgebäuden zulassen muss. In neuen Baugebieten, in denen es baurechtliche Festsetzungen für Dachbegrünungen gibt, wird eine Dachbegrünung mit gebietseigenen Arten mit 10 Euro pro m², höchstens aber 500 Euro gefördert.

Anträge sind bei der Gemeinde Wallenhorst, Fachbereich II Planen, Bauen, Umwelt, einzureichen. Es ist ein formloser Förderantrag, der Angaben über Art, Größe und Adresse der Maßnahme enthält, nach Fertigstellung der Maßnahme zu stellen. Anträge können schriftlich per E-Mail oder in Papierform eingereicht werden.  Die Anträge für das jeweilige Haushaltsjahr sind bis zum Ende des Jahres einzureichen. Die Anträge werden nach ihrem zeitlichen Eingang bearbeitet. Der Baubeginn darf nicht vor Inkrafttreten der Förderrichtlinie am 01. März 2022 stattgefunden haben.
Die Maßnahme sollte vor Beginn schriftlich angezeigt werden.