Wallenhorster Klib – die Kirmes mit Flair

Luftballonstart zu Beginn der Wallenhorster Klib
Luftballonstart zu Beginn der Wallenhorster Klib
Gehören traditionell zu jeder Kirmes: Lebkuchenherzen. In Wallenhorst werden sie seitens der Gemeinde auch an die Bewohner der örtlichen Seniorenheime verschenkt.
Gehören traditionell zu jeder Kirmes: Lebkuchenherzen. In Wallenhorst werden sie seitens der Gemeinde auch an die Bewohner der örtlichen Seniorenheime verschenkt.

Wie wohl allerorten, so ist auch die Wallenhorster Kirmes – genannt Klib – aus den Kirchweihfesten hervorgegangen. Nachdem die Kirmes Ende des 19. Jahrhunderts abgeschafft worden war, beschloss der Rat 1968 ihre Wiedereinführung, sodass die Wallenhorsterinnen und Wallenhorster seit Juni 1968 wieder jährlich ihre Klib feiern können.

Mittlerweile hat sich die Klib als überregional bekanntes Volksfest einen Namen gemacht. Sie beginnt immer am zweiten Freitag im Juni und dauert bis einschließlich sonntags. Jedes Mal sind rund 100 Schausteller und örtliche Wirte mit von der Partie. Sie bieten spektakuläre Fahrgeschäfte ebenso wie Karussells für die Kleinen. Auch sind Schieß- und Spielbuden, Schank- und Imbissbetriebe und verschiedene Verlosungen dabei – eben echte Jahrmarktsatmosphäre.

Zum Auftakt der Klib lädt die Gemeinde jeweils alle Kinder unter zwölf Jahren zum Luftballonwettbewerb ein. Der Start der Luftballons auf dem Sportplatz ist immer wieder ein imposanter Anblick. Später werden unter den Kindern, deren an den Luftballon gebundene Karten von Findern zurückgeschickt werden, Preise verlost.

Der offizielle Startschuss fällt wenig später, wenn der Bürgermeister auf dem Festplatz ein Fass Freibier ansticht. Für die jüngeren Kirmesgäste gibt es alkoholfreie Getränke.

Auch die Seniorinnen und Senioren feiern die Klib. Nach der Eröffnung besuchen Bürgermeister und Ratsmitglieder die örtlichen Altenheimen und bringen neben einem Ständchen des Musikvereins Lebkuchenherzen mit.

Übrigens: Obwohl der Begriff „Klib“ von einem früheren Gemeindedirektor gedeutet wurde als Abkürzung für „Kirmes lockt immer Besucher“, so ist es doch wahrscheinlicher, dass mit diesem Wort eine süddeutsche Bezeichnung ihren Weg in den hohen Norden gefunden hat.