Energiesparmodell

Über die große Beteiligung der Kindergärten und Schulen freuen sich Wallenhorsts Klimaschutzmanager Stefan Sprenger (2. von rechts) sowie Bettina Baron (rechts) vom Bielefelder Energiebüro e&u.
Über die große Beteiligung der Kindergärten und Schulen freuen sich Wallenhorsts Klimaschutzmanager Stefan Sprenger (2. von rechts) sowie Bettina Baron (rechts) vom Bielefelder Energiebüro e&u.

Das vierjährige Projekt „Einführung eines Energiesparmodells in den Wallenhorster Schulen und Kindergärten“ ist eine Maßnahme aus dem gemeindeeigenen Klimaschutzkonzept. Alle Wallenhorster Grundschulen, die Alexanderschule und alle Kindergärten beteiligten sich an dem Energiesparprojekt, welches als Motivation auch eine finanzielle Beteiligung an den Einsparungen in Aussicht stellt.

Schulen und Kindergärten sind ein wichtiger Ansatzpunkt für einen langfristig ausgelegten Prozess der Erziehung zu Nachhaltigkeit, Umwelt-, Klima- und Energiebewusstsein. Im Fokus stehen deshalb neben der Senkung der Energieverbräuche durch technische und organisatorische Optimierungen insbesondere pädagogische Ansätze, die Kindern und Jugendlichen den bewussten und nachhaltigen Umgang mit begrenzten natürlichen Ressourcen nahebringen. Im Rahmen von Energieteams sollen sie auf kleine, aber dennoch wirksame Änderungen des Nutzerverhaltens achten – etwa das Licht nicht unnötig brennen zu lassen oder stoßweise zu lüften anstatt die Fenster im Winter dauerhaft gekippt zu halten. Durch die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Klimaschutz im Schulalltag besitzt das Projekt eine hohe Multiplikatorenwirkung. Im Idealfall nehmen die Schüler das Gelernte mit nach Hause und prüfen so, ob auch die Eltern oder Oma und Opa sparsam mit Energie umgehen.

Parallel zur pädagogischen Arbeit werden die Steuerung der Heizungsanlagen optimiert und die Hausmeister geschult. Daneben erhalten auch die Fachlehrer und die Erzieherinnen und Erzieher eine Einführungsschulung in das Thema. Weitere Bestandteile des Projektes sind Gebäudebegehungen, die v.a. der Nutzerinformation und der Datenaufnahme sowie der Anleitung der Gebäudeverantwortlichen bei der Anlagenbetriebsüberwachung dienen und altersentsprechende Klimaaktionstage, die die Kinder und Jugendlichen zu umweltbewussten Handeln motivieren.

Die Gemeinde erhält für das Projekt einen finanziellen Zuschuss in Höhe von 65 % der Gesamtkosten im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative vom Bundesumweltministerium. Erfahrungen aus anderen Kommunen zeigen, dass der verbleibende Anteil aus den eingesparten Energiekosten finanziert werden kann.