3.000 Euro fürs Energiesparen

Udo Stangier (links), Bürgermeister Otto Steinkamp (3. von rechts) und Stefan Sprenger (rechts) überreichen die Urkunden zum Umwelt- und Klimaschutzpreis an die Preisträger.
Udo Stangier (links), Bürgermeister Otto Steinkamp (3. von rechts) und Stefan Sprenger (rechts) überreichen die Urkunden zum Umwelt- und Klimaschutzpreis an die Preisträger.

Drei vorbildliche Projekte zeichnete die Gemeinde Wallenhorst in Kooperation mit den Stadtwerken Osnabrück und Naturstrom mit dem Umwelt- und Klimaschutzpreis aus. Zwei Eigenheimbesitzer und der Kindergarten St. Johannes Hollage nahmen die Auszeichnung am Dienstag (7. März) im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Rathaus entgegen. Mit dem Preis wird das Engagement von Bürgerinnen und Bürgern, aber auch von Schulen, Kindergärten, Vereinen oder Unternehmen gewürdigt.

„Es freut mich sehr, dass wir den Umwelt- und Klimaschutzpreis auch in diesem Jahr verleihen können und wir die Höhe des Preisgeldes sogar auf 3.000 Euro erhöhen konnten“, erklärte Wallenhorsts Klimaschutzmanager Stefan Sprenger im Zuge der Preisverleihung. Er dankte in diesem Zusammenhang den Stadtwerken Osnabrück und Naturstrom, die sich erstmals als Partner des Umwelt- und Klimaschutzpreises engagierten.

Naturnaher Außenbereich im Kindergarten St. Johannes

Bürgermeister Otto Steinkamp überreichte die erste Urkunde dem Kindergarten St. Johannes Hollage, der für die Planung einer naturnahen Gestaltung seines Außenbereiches geehrt wurde. „So ermöglichen wir den Kindern bereits im frühen Alter Erfahrungen und Berührungen mit der Natur und fördern die kindliche Entwicklung. Ziel ist es, den Kindern einen nachhaltigeren und achtsamen Umgang mit der Natur näher zu bringen“, beschrieb Petra Heidecker, Leiterin des Kindergartens, ihr Konzept. Zusammen mit den Kindern seien bereits Nistkästen und Futterstellen für Vögel aufgehängt worden. Zukünftig solle ein Naschgarten sowie ein Barfußparcours angelegt werden. „Dafür bekommt der Kindergarten Unterstützung von der Natur- und Wildnispädagogin Björg Dewert, wofür das Preisgeld von 500 Euro verwendet werden soll“, erläuterte Wallenhorsts Umweltbeauftragter Udo Stangier.

Kontinuierliche Altbausanierung

Mit 1.000 Euro wurden Johanna und Sven Fersters aus Hollage ausgezeichnet, die mit ihren drei Kindern Lennox, Finley und Eloise zur Preisverleihung gekommen waren. Sie hatten 2009 ein 170 qm großes, 1981 errichtetes Einfamilienhaus erworben und seitdem kontinuierlich energetisch saniert. Die neue Heizungsanlage ist mit einer Solaranlage zur Warmwasseraufbereitung kombiniert worden, neue Fenster wurden eingebaut und die gesamte Beleuchtung auf LED umgestellt. Zudem wurde das Dach neu gedeckt und mit einer Einblasdämmung aus recyceltem Papier gedämmt. „Mit diesen umfangreichen Arbeiten wollten wir zeigen, dass auch bei älteren Häusern durch Umbaumaßnahmen viel Energie gespart und das Klima geschützt werden kann“, so die Botschaft von Sven Fersters.

Einsparung von CO2-Emissionen

Der erste Preis ging an Evelyn und Ralf Riepe aus Lechtingen. Auch sie haben seit dem Kauf ihres Hauses regelmäßig in Maßnahmen zur Einsparung von CO2-Emissionen investiert. So wurde eine Photovoltaikanlage sowie eine solarthermische Anlage mit zwei Pufferspeichern je 500 Liter installiert und ein wassergeführter Scheitholz-Heizkamin eingebaut, der an die Pufferspeicher angeschlossen ist. „Das Heizungs- und Warmwassersystem unseres Hauses verzichtet seitdem komplett auf fossile Energieträger“, berichtete Ralf Riepe stolz. „Und um Stromkosten zu senken, haben wir unseren Geschirrspüler sowie unsere Waschmaschine an die Solarthermieanlage angeschlossen, sodass auf die stromseitige Erwärmung verzichtet werden kann.“ Zudem haben die Eheleute ihr Haus mit hocheffektivem Polyurethanschaum energetisch gedämmt, sodass der Primärenergiebedarf des Hauses deutlich gesenkt werden konnte. Daneben legen sie auch im Alltag hohen Wert auf die Vermeidung von CO2-Emissionen. So besitzen sie nur einen Pkw, welcher mit Flüssiggas betrieben wird. Das Scheitholz für den Kamin wird lokal eingekauft, im Wald gesägt und mittels einer Axt händisch gespalten. Für ihre beispielhafte Leistung zum Schutz des Klimas wurden sie von der Jury mit 1.500 Euro bedacht.

Klimaschutzpreis wird fortgeführt

Auch in diesem Jahr soll es wieder einen Klimaschutzpreis geben, der gemeinsam von der Gemeinde Wallenhorst, den Stadtwerken Osnabrück und Naturstrom ausgelobt wird. Alle Wallenhorster Bürgerinnen und Bürger, ortsansässige Unternehmen, Vereine und Verbände sowie Schulklassen und Kindergärten sind dazu eingeladen, sich mit einem Projekt auf den Preis zu bewerben.