Wie gut ein Pferd tut

Gruppe der allein Erziehenden informierte sich über tiergestützte Therapie

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Für die Kinder war es ein ganz besonderer Tag, für die Erwachsenen gab es einen hoch interessanten Einblick in Theorie und Praxis der tiergestützten Therapie: Am Freitag (7. Mai) besuchte die Wallenhorster Gruppe der allein Erziehenden den Reiterhof Bohnenkämper. Mit dabei war Kornelia Böert, Beauftragte für Frauen, Familien und Senioren der Gemeinde.

Auf dem Hof verbrachten die Mädchen und Jungen spannende Stunden mit Coco. Unter Anleitung von Therapeutin Yvonne Kaufmann durften sie das Pferd putzen, striegeln und schließlich auch reiten. Dabei gingen immer zwei Kinder neben dem Tier her, während eines ritt – was Einige durchaus Überwindung kostete, schließlich war das Pferd ein gutes Stück größer als sie. Auch das anschließende Fegen des Platzes gehörte dazu.

Während die Kinder so den sensiblen und ganzheitlichen Umgang mit Coco kennenlernten, erfuhren die Erwachsenen viel über die Hintergründe der tiergestützten Therapie. Die Begriffe tiergestützte Therapie, tiergestützte Pädagogik und tiergestützte Fördermaßnahmen bezeichnen den professionellen Einsatz von Tieren in verschiedenen therapeutischen, pädagogischen und sozialen Arbeitsfeldern. Angewendet werden können sie bei Menschen jeden Alters.

Die tiergestützte Therapie fördert emotionale, kognitive, körperliche und soziale Fähigkeiten, kommt aber auch der sprachlichen Kompetenz zugute. Grundlage ist der besondere Zugang, den Tiere zur menschlichen Seele entwickeln können. Sie fragen nicht nach Aussehen, Intelligenz oder Status, sondern schenken ihre Zuneigung vorurteilsfrei.

Das erlebten die Kinder der Gruppe an diesem Tag hautnah. Wer dieselbe Erfahrung machen möchte, ist am Sonntag (6. Juni) von 14 bis 18 Uhr zum Tag der offenen Tür auf den Hof Bohnenkämper eingeladen. Dann stehen ein Kuschelzoo und Ponyreiten ebenso auf dem Programm wie das Kuscheln mit Tieren und Kutschfahrten. Auch für das leibliche Wohl wird mit Kaffee und Kuchen gesorgt sein.