Wegekreuz bietet wieder einen würdigen Anblick

Lechtinger Gedenkstätte für ermordete Kinder restauriert

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Das Kupferdach gestohlen, das Kreuz beschmiert - die Gedenkstätte am Lechtinger Schulweg für die beiden am 9. September 1898 ermordeten Mädchen machte keinen würdigen Eindruck mehr. Mit viel ehrenamtlichem Engagement konnte diesem Zustand nun abgeholfen werden.

Georg Düsing, Hobbymaler aus Rulle, hatte sich bereit erklärt, den Korpus zu restaurieren. Viele Stunden ehrenamtlicher Arbeit investierte er in die Erneuerung der Christusfigur. Die Kosten für die Farben übernahm die Gemeinde Wallenhorst. Engagiert zeigte sich auch der Lechtinger Dachdeckerbetrieb Hoffmann. Dessen Geschäftsführer Fred Aßmus bot der Gemeindeverwaltung an, auf eigene Rechnung das Dach des Wegekreuzes zu erneuern und mit vorbewittertem Titanzinkblech zu versehen. "Wir wollten etwas für die Gemeinde tun", erläuterte er seine Motivation. Es sei wichtig, dass Besucher einen guten Eindruck bekämen, so der Dachdeckermeister.

"Nach Abschluss der Arbeiten erstrahlt das Wegekreuz im neuen Gewand", erklärte Margret Terglane für die Gemeindeverwaltung. Die Gedenkstätte biete nun wieder einen würdigen Anblick. Damit das auch so bleibt, sucht sie noch einen Wallenhorster Verein, der eine Patenschaft übernimmt und sich künftig um die Pflege der Gedenkstätte kümmert. Interessierten Verbänden steht sie für weitere Auskünfte unter Telefon 05407 888-530 gern zur Verfügung.

Zum Hintergrund: Die Gedenkstätte wurde 1902 von der damals noch selbständigen Gemeinde Lechtingen errichtet. Sie erinnert an die beiden siebenjährigen Mädchen Elise Heidemann und Elise Langemeyer, die hier am 9. September 1898 auf dem Schulweg ermordet wurden. Den ursprünglichen Korpus für das Kreuz schuf der Osnabrücker Künstler Heinrich Seling. In den 1930er Jahren wurde er durch eine Arbeit von Ludwig Nolde ersetzt.