Von Ziegen und französischer Wiedergutmachung

Gästeführerin Maria Barz stellt Buch "Wallenhorst von A bis Z" vor / Zum Stöbern für alle Altersgruppen

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Jüngere Menschen kennen es nicht anders, die etwas älteren hingegen erinnern sich noch daran, wie die Gemeinde Wallenhorst 1972 aus den bis dahin selbstständigen Gemeinden Hollage, Lechtingen, Rulle und Wallenhorst gebildet wurde. Grund genug, die vor 40 Jahren vollzogene Fusion zum Jahresthema für den „Tag des Anstoßes“ 2012 zu machen. In der Berichterstattung dazu sollen Menschen und Aktivitäten dargestellt werden, die das Zusammenwachsen der Gemeinde gefördert haben. Höhepunkt wird dann die Abendveranstaltung im November sein, bei der ein/e Preisträger/in, der/die sich um das Jahresthema ehrenamtlich besonders verdient gemacht hat, mit dem „Stein des Anstoßes“ ausgezeichnet werden wird.

Wer einen Themenvorschlag für die Berichterstattung hat, kann sich unter Tel. (05407) 888-103 oder per Mail an Anke Rehling von der Gemeinde Wallenhorst wenden.

Interessierte können sich schon jetzt den Termin der Abendveranstaltung vormerken: Sie findet am Freitag (23. November) in der Sporthalle Wallenhorst statt. Infos zur Kartenvergabe und zum Programm folgen rechtzeitig.

 

 

 

 

 

Eine Gemeinde, die 40 Jahre alt ist, hat eine gemeinsame Geschichte. Genauso aber haben ihre Ortsteile je eine eigene Geschichte, die mitunter sehr unterhaltsam und überraschend sein kann. Sie ebenso unterhaltsam darzustellen, was das Anliegen von Maria Barz beim Verfassen des Buches „Wallenhorst von A bis Z – etwas aus vergangener Zeit“. Dieses stellte sie am Dienstag (25. September) im Rathaus Bürgermeister Ulrich Belde, Wirtschaftsförderer Frank Jansing und der Beauftragten für Frauen, Familien und Senioren, Kornelia Böert, vor.

Auf fast 70 Seiten listet „Wallenhorst von A bis Z“ Stichworte aus der Historie der vier Ortsteile Hollage, Lechtingen, Rulle und Wallenhorst auf. So erfährt der Leser unter anderem, wo in Hollage-Ost früher ein Ziegenbock für die Ziegen armer Leute angepflockt war, was das Kirchspiel Rulle und Wallenhorst 1817 mit einer Wiedergutmachen aus Frankreich finanzierte und wann Bergleute in Lechtingen „auf den Hund“ gekommen waren.

Das Stichwortartige, Kurze, Prägnante der Darstellung ist gewollt. „Das Buch soll zum Stöbern anregen“, erklärte die Autorin.

Ihre Kenntnisse verdankt sie neben ihrem grundsätzlichen historischen Interesse und ihren Recherchen auch ihrer Tätigkeit als Gästeführerin. In dieser Funktion steht sie – ebenso wie Antje Naujock aus Rulle – Vereinen, Gruppen und Privatpersonen zur Verfügung, um sie bei einem Spaziergang auf unterhaltsame Weise für Heimatgeschichte zu begeistern.

Begeistert zeigte sich auch Bürgermeister Belde von Maria Barz' Buch: „In seiner prägnanten Darstellung ist es eine passende Ergänzung zur Jubiläumschronik von 2001, die eher zum ausgiebigen Lesen einlädt.“ Kornelia Böert wies darauf hin, dass „Wallenhorst von A bis Z“ für alle Altersgruppen geeignet sei, um auch über selbst erlebte Geschichte ins Gespräch zu kommen. Denn vielen älteren Menschen sei das Geschilderte aus eigener Erfahrung noch vertraut.

Wallenhorst von A bis Z“ ist für 9,90 Euro erhältlich bei Schreibwaren Vornholt, im Bücherwurm in Hollage, im Komma! in Rulle und an der Infotheke des Rathauses. Es kostet 9,90 Euro.

Wer sich für eine Gästeführung interessiert, kann Maria Barz unter Tel. (05407) 898414 und Antje Naujock unter Tel (05407) 8575655 erreichen.