Volle Kartons und wichtige Ziele

Stefan Schmidt ist neuer Leiter der Realschule Wallenhorst

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Die Umzugskartons sind noch nicht vollständig ausgepackt und werden auch wohl noch ein wenig warten müssen. Denn Stefan Schmidt, der neue Leiter der Realschule Wallenhorst, hat die Wochen seit seinem Amtsantritt am 1. Februar vor allem für das Kennenlernen der Schülerinnen und Schüler, der Lehrkräfte und der Gegebenheiten genutzt. Und er hat auch schon Ziele für die Zukunft der Schule entwickelt, wie er Bürgermeister Ulrich Belde am Dienstag (6. März) erzählte.
Belde war zu einem Begrüßungsbesuch gemeinsam mit dem zuständigen Fachbereichsleiter Rüdiger Mittmann in die Schule gekommen. Der Bürgermeister zeigte sich erfreut über die Besetzung der Schulleiterposition: „Die Gemeinde hat in den vergangenen Jahren viel investiert, um den Schulstandort fit für die Zukunft zu machen. Ich bin überzeugt, dass Herr Schmidt alle Voraussetzungen mitbringt, um der Realschule wertvollen Input zu geben.“

Die fachlichen Erfahrungen dafür hat der neue Schulleiter in seiner bisherigen Laufbahn in jedem Fall gesammelt. Nach dem Abitur 1989 und dem Zivildienst studierte er in Hannover Mathematik, Sport und Musik für das Lehramt an Realschulen. Das Referendariat absolvierte er in Verden.

Es folgte ab 1998 die Arbeit an der Realschule Dissen als Lehrer, kommissarischer Schulleiter und Konrektor. 2008 wurde Stefan Schmidt Erster Konrektor an der Realschule in Hagen. Von dort aus bewarb er sich 2010 auf die ausgeschriebene Stelle in Wallenhorst – mit Erfolg.

Nachdem die frühere Schulleiterin Jutta Kettmann im Sommer 2011 in den Ruhestand gegangen war und Konrektor Erich Ahmann die Schule ein halbes Jahr lang kommissarisch geleitet hatte, hat nun der dreifache Familienvater vor rund fünf Wochen das Zepter übernommen. Dabei widmet er sich nicht ausschließlich den Leitungsaufgaben, sondern unterrichtet außerdem acht Stunden pro Woche: „Ich will nicht ganz raus aus dem Unterricht, um den Kontakt zu den Schülern zu halten.“

Über die Themen, die er als Schulleiter intensiv bearbeiten will, hat Stefan Schmidt sich schon Gedanken gemacht: „Es wird eine zentrale Herausforderung sein, im Wettbewerb mit den Konfessionsschulen zu bestehen.“ Dazu, darin sind sich Schulleiter und Bürgermeister einig, muss die Realschule nicht nur ein gutes Angebot vorhalten, sondern dies auch in der Öffentlichkeit darstellen.

Eine wertvolle Chance für die Realschulen sieht der 42-Jährige im Abitur nach zwölf Jahren. Für Jugendliche, die eine Gymnasiallaufbahn zeitlich zu sehr beanspruche, sei die Realschule eine echte Alternative. In diesem Sinne gehörten die Berufsorientierung und die Profilbildung insbesondere im Bereich Technik und Wirtschaft zu den Zukunftsaufgaben. Es ist also noch viel zu tun – bevor irgendwann dann auch die letzten Umzugskartons ausgepackt sein werden.