Gut vier Wochen ist er noch im Wallenhorster Rathaus anzutreffen, offiziell verabschiedet wurde schon in der letzten Ratssitzung dieser Legislaturperiode am Donnerstag (24. September): Bürgermeister Otto Steinkamp.
Ratsvorsitzender Hans Stegemann blickte auf zwölf Jahre der „Ära Otto Steinkamp“ zurück und begann mit einer Anekdote vom Wahlabend 2014. Gegen halb sieben habe Steinkamp angerufen und sich nach ersten Ergebnissen erkundigt. Guido Pott habe ihm von „gut 60 Prozent“ berichtet. Darauf habe Steinkamp geantwortet: „Ich wollte nicht die Wahlbeteiligung wissen. Wie ist denn mein Stimmenanteil?“
Bei seiner Vereidigung habe Otto Steinkamp gesagt, dass er nach vielen guten ersten Gesprächen den Eindruck gewonnen hätte, dass alle Fraktionen und Gremien bereit seien, konstruktiv miteinander umzugehen und eine erfolgreiche Sachpolitik zu betreiben, berichtete Stegemann und ergänzte rückblickend: „Ich hoffe, wir haben deinen Eindruck von damals im Laufe der zwölf Jahre nicht allzu sehr strapaziert.“
Gemeinsam viel erreicht
Gemeinsam habe man in den vergangenen zwölf Jahren jedenfalls viel erreicht, so der Ratsvorsitzende. Vom Klimaschutzkonzept über Investitionen in Schulen und Kindertagesstätten, den Erwerb der Strom- und Gasnetze, den Breitbandausbau, die Entwicklung der beiden Feuerwehren, den Ausbau der Sportanlagen bis zum Gewerbepark am Schwarzen See führte er beispielhaft einige Projekt an. „Und selbst bei der Grünen Wiese sind wir heute weiter als vor zwölf Jahren.“
„Für mich persönlich war die Zusammenarbeit mit dir immer vertrauensvoll, wertschätzend und respektvoll – sie war einfach nur toll“, resümierte Stegemann. „Du warst und bist ein herausragender Bürgermeister, der hier in Wallenhorst bleibende Spuren hinterlässt.“ Steinkamp und seiner Familie wünschte er für die Zukunft alles Gute. „Genießt die Zeit nach Wallenhorst und lasst euch gern zwischendurch mal in Wallenhorst blicken.“
Vier Mal Danke und ein Wunsch
„Hans hat eigentlich alles gesagt, so bleibt mir nur noch Danke zu sagen“, erklärte Steinkamp anschließend. Er danke allen Ratsmitgliedern. Es sei hier manches Mal hoch her gegangen, aber allen, die hier Politik gemacht haben, sei es immer nur um Wallenhorst gegangen und darum, die Gemeinde ein Stück besser zu machen, so der Bürgermeister. Einen weiteren Dank richtete er an alle Mitarbeitenden, die „Wallenhorst leben“ und Wallenhorst täglich ein Stück besser machen würden. Danke sage er auch allen Bürgerinnen und Bürgern, insbesondere für das unheimliche ehrenamtliche Engagement, ohne das hier vieles nicht möglich wäre. Zu guter Letzt danke er ebenfalls seiner Familie, die ihn in all den Jahren unterstützt und begleitet habe.
Er sei in letzter Zeit auch gefragt worden, was ihn denn genervt oder aufgeregt habe. Auch darauf wolle er eine Antwort geben, erklärte Steinkamp. Es sei anstrengend, wie einiges hier dauerhaft medial begleitet und negativ dargestellt werde. Dementsprechend würde er sich wünschen, dass die Presse manches künftig positiver begleiten würde, denn alles andere spiele nur den populistischen Parteien in die Karten.

