Rindenmulchkiste als Kinderstube

Gute Bedingungen für Larven des Nashornkäfers

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Da sich im Rindenmulch am Wallenhorster Baubetriebshof immer wieder Larven des nach Bundesartenschutzverordnung besonders geschützten Nashornkäfers befinden, wurde vor gut einem Jahr auf der Streuobstwiese an der Hofstelle Duling ein Platz geschaffen, an dem sich die Tiere ungestört entwickeln können. Hier stellte die Gemeinde – in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Osnabrück – eine Kiste auf, die regelmäßig neu mit Rindenmulch befüllt wird. Wenn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bauhofes Nashornkäferlarven bei ihrer Arbeit finden, bringen sie diese dorthin.

„Nashornkäfer verbringen einen Großteil ihres Lebens als Larve und ernähren sich von Totholz, wie hier dem Rindenmulch“, erläutert Isabella Draber. Das unbehandelte Material biete den Tieren einen guten Lebensraum. Nach rund vier Jahren würden sich die circa zehn Zentimeter lange Larven in hühnereigroßen Kokons verpuppen. „Als Käfer leben sie dann nur wenige Wochen zur Fortpflanzung“, so Wallenhorsts Umweltbeauftragte. Früher seien Nashornkäfer Waldbewohner gewesen. „Sie haben sich jedoch als anpassungsfähige Kulturfolger herausgestellt. Da sie fast ausschließlich abgestorbenes Material fressen, gelten Nashornkäfer nicht als Schädlinge.“