Rathaus fest in Narrenhand

Traditionelle Schlüsselrückgabe am Veilchendienstag

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Am Aschermittwoch ist bekanntlich alles vorbei – zumindest gilt das für die Herrschaft der Närrinnen und Narren. Und so kamen einen Tag vorher, am traditionellen Veilchendienstag (21. Februar) die örtlichen Karnevalsvereine und -gruppen ins Wallenhorster Rathaus, um die symbolischen Rathausschlüssel zurückzugeben. Diese waren ihnen während ihrer Festsitzungen überreicht worden.

Empfangen wurden die Delegationen im Rathausfoyer dieses Mal vom ehrenamtlichen stellvertretenden Bürgermeister Martin Lange, der den aus persönlichen Gründen verhinderten Bürgermeister Otto Steinkamp würdig vertrat. Als einer der beiden „Blues Brothers“ aus dem gleichnamigen Kultfilm begrüßte er das Narrenvolk mit schwarzem Anzug, Hut und Sonnenbrille. Ihm zur Seite stand Franziska Matt, Wallenhorsts Gleichstellungsbeauftragte und Beauftragte für Familien und Senioren, die ihm bei der Verteilung der Karnevalsorden an die Tollitäten, Lieblichkeiten und anderen Jecken behilflich war. Als gebürtige Rheinländerin mit dem Karneval vertraut, ging sie als Regenbogenfisch verkleidet in die Bütt und zog auf anschauliche und lustige Weise Vergleiche zum „Gleichstellungsfisch“, der „in der Verwaltung so einzigartig ist wie der Regenbogenfisch im Meer“.

Die närrischen Gäste ließen sich ebenfalls nicht lumpen und steuerten so ihren Anteil zu einem abwechslungsreichen Programm bei, das Ansgar Speer, Sitzungspräsident des Kolping-Karneval-Clubs (KKC) Hollage, in bewährter Manier moderierte.

So stellten das Funkenmariechen Marit Hellmich und die Showtanzgruppen des KKC Hollage ihr tänzerisches Können unter Beweis und das „Trio Fatal“ (Thomas Torbecke, Jörg und Christian Riepe) sorgte für gute Laune. Mit launigen Worten und dem ein oder anderen Verbesserungsvorschlag in Richtung Verwaltung und Politik gaben der KKC Hollage, die Katholische Frauengemeinschaft (kfd) Hollage, die Blau-Weisse Garde Rulle und die Katholische Frauengemeinschaft (kfd) Rulle ihre Macht über das Rathaus schweren Herzens zurück.

Alle Darbietungen wurden belohnt mit den traditionsreichen Rufen „Holla helau! Rulle helau! Lechtingen alaaf! Wallenhorst kikeriki!“ Wie in jedem Jahr verlangte es hierbei den Feiernden einige Konzentration ab, die Zusätze und Ortsteilbezeichnungen nicht durcheinander zu bringen.

Und um den Aschermittwoch so lange wie möglich hinauszuzögern, zogen die Narren vom Rathaus aus weiter zur Partyhütte „Graf Dick“ in Hollage – ein runder Abschluss einer fröhlichen Session.