Projekte zur Nachahmung empfohlen

Gemeinde Wallenhorst und RWE verleihen Klimaschutzpreis

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Fünf Projekte mit Vorbildcharakter förderten die Gemeinde Wallenhorst und die RWE Deutschland AG mit dem „RWE-Klimaschutzpreis 2014“. Die entsprechenden Urkunden überreichten Bürgermeister Otto Steinkamp und RWE-Kommunalbetreuer Thomas Jablonski am Donnerstag (26. März) an die Preisträger. Der zum elften Mal vergebene Klimaschutzpreis ist mit insgesamt 2.500 Euro dotiert.

Signalwirkung, Pioniergeist und Mut waren drei Schlagworte, die im Rahmen der Preisverleihung des Öfteren zu hören waren. Denn die ausgezeichneten Projekte seien allesamt zur Nachahmung empfohlen, so Jablonski. „Es geht beim RWE-Klimaschutzpreis nicht nur um CO2-Ersparnis, sondern auch um Signalwirkung.“ Mit dem Preis wolle man aufmerksam machen, sodass sich Bürger aus Wallenhorst außerordentlich zugunsten des Klimaschutzes engagieren.

Angekommen schien die Botschaft bereits bei Bürgermeister Otto Steinkamp. Er zeigte sich nicht nur erfreut über die Teilnahme der Preisträger am Wettbewerb – auch persönlich seien die gewonnenen Einblicke für ihn sehr spannend und interessant, da er ja von Haus aus bislang mehr im sozialen Bereich unterwegs gewesen sei.

Ausgezeichnet wurde der Naturschutzbund Osnabrück e.V. für die Ausweitung und Pflege eines Sand-Magerrasens und die Erhaltung bedrohter Pflanzenarten entlang eines Wegerandstreifens im Bereich der Barlage.

Ebenfalls prämiert wurde Annelie Michels für die Installation eines Wärme und Strom produzierenden Mikro-Blockheizkraftwerkes mit einem Wirkungsgrad von 90 Prozent in ihrem Einfamilienhaus. Mit dieser Auszeichnung wolle man auch den Mut und Pioniergeist belohnen, erläuterte Wallenhorsts Umweltbeauftragter Udo Stangier. Mikro-BHKWs würden bislang eher selten installiert. Ein Einsatz sei nur in älteren großen Häusern sinnvoll.

Auch der Kindergarten St. Stephanus in Hollage gehört zu den Preisträgern. Ausgezeichnet wurde hier der Austausch einer Elektro-Nachtspeicherheizung durch eine Holz-Pellet-Heizungsanlage mit einem Wirkungsgrad von 94 Prozent. Man habe sich für die Holz-Pellet-Heizung entschieden, da man als öffentliche Einrichtung auch Vorbildcharakter habe, erläuterte Bernard Brune als Vertreter des Kindergartens. Die Anlage laufe seit Oktober sehr gut und auch die Bedienung habe sich inzwischen eingespielt. „Beim ersten Mal waren die Pellets verbraucht, bevor wir es gemerkt hatten.“

Stefan Osteresch setzte bei der umfassenden Sanierung seines 40 Jahre alten Hauses ebenfalls auf regenerative Energien und wurde dafür jetzt mit dem Klimaschutzpreis belohnt. Neben einer umfangreichen Dämmung installierte er eine neue Heizungsanlage, die über einen Holzvergaser und eine 40 Quadratmeter große Solarthermieanlage betrieben wird.

Einen weiteren Preis vergab die Jury an ein Hotel in Rulle-Ost – genauer gesagt ein Insektenhotel. Dieses hatten Amélie, Karin und Rainer Comfere gebaut und auf ihrer zwei Hektar großen Streuobstwiese eröffnet. Letztere hatte die Familie in den vergangenen Jahren aus einer ehemaligen Ackerfläche geformt.