Pferde, Preußen, Protestanten

Seniorenbeirat fährt nach Warendorf

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Pünktlich um halb zehn starteten am Donnerstag (8. Juni) 46 Wallenhorsterinnen und Wallenhorster zum Besuch im westfälischen Warendorf. Gleich an der langen Auffahrt zum Landgestüt wurden sie von einem der 300 Warendorfer Pferdestandbilder begrüßt: Mit seinem riesigen Gebiss macht das Pferd Reklame – für eine Zahnarztpraxis. Zwei muntere Gästeführerinnen machten die Gruppe dann gleich mit den „Drei P“ bekannt, die mit dem Landgestüt nach Warendorf gekommen sind: Pferde, Preußen und Protestanten.

Natürlich sind alle geblieben, aber nur die Pferde sind zur Lebensgrundlage der Emsstadt geworden. Ein Spektrum der deutschen Pferdezucht ist in den denkmalgeschützten Gebäuden des Landgestüts untergebracht: Schwere Kaltbluthengste sind ebenso vertreten wie temperamentvolle Warmblüter. Sogar ein schönes, ostpreußisches Vollblut war zu besichtigen: ein schlanker, brauner Trakehner aus Polen.

Das Landgestüt liegt fast in der Innenstadt. Nach einem kurzen Spaziergang über die Ems machte die Gruppe Station im Historischen Brauhaus Warintharpa. Dort sorgte ein reichhaltiges Mittagsbüfett für die nötige Stärkung. Der folgende Rundgang durch die historische Altstadt bot dann einen Blick auf gut erhaltene Bausubstanz und mittelalterliche Straßen der alten Handels- und Hansestadt. Sogar einige „Drachenköppe“ schmücken noch heute die Hausfassaden in verwinkelten Gassen. Keine Zeit blieb für die Besichtigung des Westpreußischen Landesmuseums, das in einem alten Kloster untergebracht ist und eine deutsch-polnische Kulturregion nahebringt.

Zum Abschluss wurden als lustige, schmackhafte Mitbringsel „Warendorfer Pferdeäpfel“ gekauft – eine süße, schwarze Delikatesse, die so gar nichts mit der bekannten Lieblingsspeise der Spatzen zu tun hat. Nach flotter Überlandfahrt lieferte Maria Barz ihre Wallenhorster Seniorengruppe wieder pünktlich und wohlbehalten am Busbahnhof ab.