Orange Bank vor dem Rathaus

Aktionstag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen

Mitteilung von

Zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen lud Wallenhorsts Gleichstellungsbeauftragte Leonie Winter am Donnerstag (27. November) zahlreiche Gäste auf den Rathausvorplatz ein. Im Beisein von Bürgermeister Otto Steinkamp, Vertreterinnen und Vertretern von Politik, Vereinen und Verbänden, Polizei, Verwaltung und weiteren interessierten Personen stellte sie dort eine orange Bank als Zeichen gegen Gewalt an Frauen auf.

Zu Beginn der Veranstaltung erinnerten aufgestellte Kerzen an die vielen Frauen, die durch Femizide ihr Leben verloren haben. In ihrer Ansprache machte Winter deutlich, wie wichtig öffentliches Bewusstsein für dieses Thema ist: „Diese Lichter stehen für viel mehr ausgelöschte Frauenleben.“ Sie betonte, dass geschlechtsspezifische Gewalt nach wie vor alltäglich und es deshalb entscheidend sei, hinzusehen und Betroffene zu stärken.

Aufmerksamkeit durch orange Bänke

Im weiteren Verlauf erläuterte Cornelia Streb-Baumann vom Zonta Club „Westfälischer Friede“ Osnabrück für die Anwesenden die Hintergründe der Aktion um die orangen Bänke. Sie hob hervor, dass diese Bänke als Instrument dienen, um Gespräche anzustoßen und das Thema Gewaltprävention stärker in den öffentlichen Fokus zu rücken. Die Ereignisse, denen Frauen jedes Jahr ausgesetzt sind, zeigten in bedrückender Weise, wie notwendig Sichtbarkeit, Aufmerksamkeit und klares öffentliches Hinsehen weiterhin seien.

Ausstellung „Rosenstraße 76“

Anschließend besuchte eine Gruppe Teilnehmender aus Wallenhorst die interaktive Ausstellung „Rosenstraße 76“ in Osnabrück.  Diese zeigt anhand von Einblicken in einen Familienalltag eindrücklich Formen und Auswirkungen häuslicher Gewalt auf, ebenso wie Interventionsmöglichkeiten und Hilfestrukturen.

Weltweiter Gedenk- und Aktionstag

Der Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, auch bekannt als Orange Day, ist ein weltweiter Gedenk- und Aktionstag. Er geht zurück auf die Schwestern Mirabal, welche am 25. November 1960 in der Dominikanischen Republik ermordet wurden. Seit 1999 ruft die Generalversammlung der Vereinten Nationen dazu auf, diesen Tag zu nutzen, um auf Diskriminierung und Gewalt gegenüber Frauen und Mädchen aufmerksam zu machen, Maßnahmen zur Prävention und zum Schutz von Gewalt zu fordern und um Solidarität mit Betroffenen zu zeigen.