Neue Bäume entlang der alten Grenze

Gemeinde Wallenhorst pflanzt Bäume im Nachbarland

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An dem toten Arm der Hase in der Barlage in Höhe des Yachthafens stehen seit Mitte Dezember 20 Weidenstangen. Durch das ehemalige Flussbett verläuft die Landesgrenze zwischen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Diesen Grenzverlauf gibt es seit Jahrhunderten. Die Hase, die an dieser Stelle die Grenze bildete, wurde vor circa 100 Jahren umgelegt. Die Grenze ist geblieben.

Im Rahmen eines Flurbereinigungsverfahrens erhielt die Gemeinde Wallenhorst auch auf der westfälischen Seite eine Eigentumsfläche von 7000 Quadratmetern. Dort gleicht sie nun Eingriffe in Natur und Landschaft aus, die durch mehrere Baugebiete in den letzten Jahren entstanden sind. Nach der Sicherung des Altarms vor weiterer Verschüttung und Verlandung erfolgte im Sommer 2013 die Ausbaggerung von Faulschlamm, Bauschutt und Müll. Zum Abschluss wurden durch die Bepflanzung mit Kopfweiden weitere Naturelemente in die Halener Auen-Landschaft eingebracht. Im Laufe dieses Jahres soll das Gleiche auch auf der Hollager Seite geschehen. Dort stehen der Gemeinde Wallenhorst weitere 6000 Quadratmeter als Ausgleichsfläche zur Verfügung.

Die Aktionen sind mit den Behörden des Kreises Steinfurt und der Gemeinde Lotte sowie der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Osnabrück abgestimmt. Verantwortlich für Planung und Umsetzung der Naturschutzmaßnahmen ist der Umweltbeauftragte der Gemeinde Wallenhorst, Udo Stangier. Für das Anpflanzen von Kopfweiden greift er gerne auf die Kompetenz von Friedhelm Scheel aus Westerkappeln zurück. Dieser betreibt seit vielen Jahren ehrenamtliche Naturschutzarbeit mit Jugendlichen und hat große Erfahrung mit Pflanzung und Pflege von Kopfweiden. Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Wallenhorst besteht bereits seit 2008. An mehreren Stellen im Gemeindegebiet waren die jungen Naturschützer schon im Einsatz.