Mit Zahnpasta fing alles an

Bürgermeister und Wirtschaftsförderer besuchten Firma Apeiron

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Die Philosophie seines Unternehmens hat Thomas Olbert schon in dessen Namen formuliert: „Apeiron“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „das niemals an seine Grenzen Kommende.“ In diesem Sinne offen und mit vielen Ideen für die Zukunft präsentierte sich die Wallenhorster Firma Apeiron GmbH und Co. KG auch, als ihr Bürgermeister Ulrich Belde und Wirtschaftsförderer Frank Jansing am Mittwoch (30. Mai) einen Besuch abstatteten.
„Ich habe mit ein paar Zahnpastatuben in einem Büro von sechs Quadratmetern begonnen“, schilderte Thomas Olbert dabei die Anfänge im August 1999. Damals sicherte er sich nämlich die Rechte an einer ayurvedischen Kräuterzahncreme.

Heute beschäftigt sein Unternehmen am Standort an der Robert-Bosch-Straße acht Mitarbeiter. In Zusammenarbeit mit Laboren entwickeln, produzieren und vertreiben sie zertifizierte Kosmetik, Körperpflegeprodukte und Nahrungsergänzungsmittel aus rein natürlichen Inhaltsstoffen. „Unsere Produkte enthalten nur so viele Stoffe wie unbedingt nötig, die sich dafür aber optimal ergänzen“, beschreibt Olbert das Prinzip.

Die Kenntnisse dafür hat er sozusagen direkt an der Quelle erworben. Im Jahr 2000 lernte er bei einer Fachmesse einen Mönch aus Sri Lanka kennen, der einen Partner zum Vertrieb von traditionellen Ayurvedaprodukten suchte. Damals wurde Olberts Faszination für Ayurveda begründet, eine über 6.000 Jahre alte Lehre von der Wirkung und Verarbeitung von Heilkräutern und -pflanzen.

Auch über die beruflichen Kontakte hinaus ließen sich Olbert und seine Frau Sabine von Sri Lanka und seinen Menschen ansprechen. Mit hohem persönlichen Einsatz sammelten sie jahrelang Hilfsgüter und Spendengelder und vermittelten nach dem verheerenden Tsunami im Dezember 2004 Patenschaften für Waisenkinder. Für dieses Engagement ehrte die Gemeinde Wallenhorst das Unternehmerehepaar 2008 mit dem „Stein des Anstoßes“.

Nicht nur deshalb fühlt sich Olbert beruflich und privat wohl in Wallenhorst. Das Wohl des Wirtschaftsstandorts, zu dessen Stärke aus seiner Sicht kleine und große Firmen gleichermaßen beitragen, liegt ihm am Herzen. „Die Gemeinde hat Potenzial“, stellt er fest. Um dies vollständig abzurufen, müsse aber ein stärkeres Wir-Gefühl unter den Unternehmern entstehen, findet Olbert, der das als eine wichtige Aufgabe der Wirtschaftsförderung bezeichnete.

Die Gäste aus dem Rathaus nahmen diese Anregung gern auf. Belde unterstrich, gerade deshalb habe die Gemeinde einen Wirtschaftsförderer als professionellen Ansprechpartner für alle Anliegen ihrer Unternehmen etabliert. Zugleich gestalte die Gemeinde durch Frank Jansings Mitarbeit unter anderem im Marketingverein „Wir für Wallenhorst“ und durch eigene Veranstaltungen den Austausch der Betriebe gezielt mit.

Dass an diesem Austausch auch Apeiron weiter als erfolgreiches Unternehmen aktiv teilnehmen kann, ist durch den Eintritt der zweiten Generation gesichert. Seit einigen Jahren arbeitet Kathrin Olbert mit ihrem Vater in der Geschäftsleitung. Dank ihres Inputs, so Thomas Olbert, habe man Verpackung und Inhalt der Produkte weiter aufgewertet. Diese werden beim Edeka Neukauf in Lechtingen an den Verbraucher verkauft.

Ebenso hat das Familienunternehmen noch viele Ideen und Pläne für die Zukunft; auch Erweiterungen sind nicht ausgeschlossen. Das hörten Bürgermeister und Wirtschaftsförderer natürlich gern. Ausdrücklich ermunterte Belde Kathrin und Thomas Olbert abschließend, neben der Arbeit im eigenen Unternehmen weiter das Interesse am Wallenhorster Wirtschaftsleben insgesamt zu pflegen und sich in die bestehenden Netzwerke einzubringen.