Mit dem Austausch von Altgeräten Energie sparen

Energieberatung der Verbraucherzentrale am Donnerstag (3. Mai)

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Seit September vergangenen Jahres gelten neue Standards für Heizungen und Warmwasserbereiter bei der Energieverbrauchskennzeichnung (EU-Label) und der Ökodesign-Richtlinie. Sie sollen die Energiesparpotentiale in privaten Haushalten verbessern. Oftmals sind veraltete Anlagen und Geräte der Grund dafür, dass die Energiekosten für Heizung und Warmwasser die Kosten für Strom übersteigen.

Wärmespeicher

„Die Neuerungen ergänzen und aktualisieren die Maßstäbe, die bereits seit knapp zwei Jahren gelten“, erklärt Dietmar Seeber. Bei Wärmespeichern sei die Energieeffizienzklasse A+ neu eingeführt worden, neue Geräte dürften nur noch bis Effizienzklasse C zugelassen und Geräte mit Klasse D oder schlechter, die noch auf dem Markt seien, nicht mehr vertrieben werden, so der Energieexperte der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Die Klasse G entfalle komplett.

„Für Verbraucher wird es so leichter, effektive Wärmespeicherung und eine gute Wärmeisolierung zu erkennen“, ist Seeber überzeugt. Und das zahlt sich aus: „Die Qualität der Wärmedämmung eines Speichers beeinflusst die Warmhalteverluste. So verliert ein Speicher mit der Effizienzklasse A rund 30 Prozent weniger Wärme als ein Speicher der Klasse B.“ Bei elektrischen Speichern könne das Einsparpotential noch erheblich höher ausfallen. Die Kostendifferenz zwischen einem erdgasbeheizten Klasse-A-Speicher und einem elektrisch beheizten Klasse-C-Speicher liege beispielsweise bei über 100 Euro pro Jahr.

Warmwasserbereiter

Auch für Warmwasserbereiter – also Heizgeräte, die das Wasser in Haushalten erwärmen – sei die Effizienzklasse A+ eingeführt worden. Kombigeräte, über die das Warmwasser und die Heizungswärme geregelt würden, erhielten die Energieeffizienzklassen A+ bis G. „Oftmals weisen veraltete Warmwasserbereiter und Kombigeräte eine schlechte Energieeffizienz auf. Ein vorzeitiger Austausch eines Altgerätes kann daher in vielen Fällen zu erheblichen Einsparungen führen“, sagt Seeber. „Allein die Verwendung von energieeffizienten Geräten ist allerdings noch keine Garantie dafür, dass die Anlage optimal läuft. Die einzelnen Komponenten der Anlage müssen sinnvoll kombinierbar sein.“

Persönliche Beratung

Die persönliche Energieberatung der Verbraucherzentrale findet nach Terminvereinbarung unter 05407 888-740 im Wallenhorster Rathaus statt. Die Termine sind regelmäßig an jedem ersten Donnerstag des Monats. Nächster Beratungstag ist Donnerstag (3. Mai). Die Kosten für eine 45-minütige anbieterunabhängige und individuelle Beratung betragen 7,50 Euro. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei.