Mammographie kann Leben retten

Wallenhorsterinnen zwischen 50 und 69 Jahren werden zur Brustkrebs-Früherkennung eingeladen / Regelmäßige Teilnahme wichtig

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Brustkrebs ist eine lebensbedrohliche Gefahr. Ein Mammographie-Screening kann helfen, diese Gefahr rechtzeitig zu erkennen und zu bannen. Für rund 3.000 Frauen aus Wallenhorst im Alter zwischen 50 und 69 Jahren wird ein solches Mammographie-Screening jetzt wieder angeboten.

Als Mammographie bezeichnet man die Röntgenuntersuchung der Brust. Sie gilt als derzeit beste Methode, um auffällige Symptome festzustellen und abzuklären. Zur Früherkennung eignet sich die Mammographie besonders, da sie auch sehr kleine, noch nicht tastbare Knötchen oder sogenannten Mikrokalk, der oft eine Vorstadium von Brustkrebs ist, aufspürt.

Im Rahmen des Mammografie Screening Programms werden alle zwei Jahre die anspruchsberechtigten Frauen zwischen 50 und 69 Jahren zur Teilnahme an der Brustkrebs-Früherkennung eingeladen. In der ersten Runde des Programms wurden in der Region Niedersachsen Südwest in den vergangenen zwei Jahren über 60.000 Frauen per Mammographie untersucht. Dabei wurden 632 Karzinome überwiegend im Frühstadium mit sehr guten Heilungschancen diagnostiziert.

Die Teilnahmerate an der Früherkennung liegt in der Region mit 63 Prozent deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Die Wallenhorsterinnen folgten in der ersten Runde sogar zu über 69 Prozent der Einladung und erreichten damit einen der besten Werte im Landkreis Osnabrück. Nun steht für sie die nächste Runde an. Die Untersuchungen finden im Mammographie-Screening-Zentrum in Osnabrück an der Möserstraße 54a statt.

„Es geht um die Frauen, die keine Beschwerden haben und klinisch unauffällig sind. Je früher wir Hinweise auf ein Karzinom finden, desto besser, weil dann die Heilungschancen sehr hoch sind und eine schonende Therapie durchgeführt werden kann”, erläutert Dr. Alexandra Beck, die programmverantwortliche Ärztin von der Praxis Drewes + Partner aus Osnabrück. Sie weist darauf hin, dass der Vergleich mit den Mammographien der ersten Runde die diagnostische Sicherheit erheblich erhöhen werde.

Zudem werde die Notwendigkeit zur Abklärung von Veränderungen zurückgehen und sich die Prognose neu entdeckter kleiner Tumore weiter verbessern. „Es ist wichtig, dass weiter möglichst viele Frauen diese Chance der Gesundheitsvorsorge nutzen“, betont die Ärztin.