Männer für soziale Berufe begeistern

Ausstellung „Mehr Männer in Kitas“ im Familienzentrum St. Stephanus in Hollage

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Die Ausstellung „Mehr Männer in Kitas“ war das Thema des Offenen Cafés im St. Stephanus Familienzentrum am Donnerstag (20. Juni). Sie hat zum Ziel, Männer für soziale Berufe zu sensibilisieren und Jungen zu ermutigen, sich mit dem Beruf des Erziehers auseinanderzusetzen. Ferner kann diese Ausstellung die Bedeutung von Erziehern für Kinder und Eltern herausstellen. Organisiert wurde sie von den örtlichen Gleichstellungsbeauftragten des nördlichen Landkreises Osnabrück. Wallenhorst ist die letzte Station im Nordkreis.

Während des Offenen Cafés stellte André Kleine seinen beruflichen Werdegang als Heilerziehungspfleger dar. Nach der Ausbildung zum Drucker kam er über den Zivildienst in einem Internat für hörgeschädigte Kinder in Kontakt mit sozialen Berufen und entschied sich für die Ausbildung zum Heilerziehungspfleger. Seit 15 Jahren ist er nun schon in der integrativen Gruppe des St.Stephanus Kindergartens tätig und hat seinen Entschluss, im sozialen Bereich zu arbeiten, nie bereut. Sein Fazit: In diesem Beruf und im Vergleich mit den Kolleginnen ist es lediglich die eher dunklere Stimmlage, auf die Kinder besser reagieren. Ansonsten arbeiten Männer wie Frauen in diesem Bereich gleich.

Angelika Uhlen hatte als Kindergartenleitung die Kinder aufgefordert, die Arbeit des Erziehers zu Papier zu bringen. Auf den Bildern der Kinder waren viele unterschiedliche Situationen zu sehen mit passenden Aussagen der Kinder: „Männer sehen gut aus“, „Ich möchte mit den Autos spielen, Männer kennen sich da aus“, „Ich finde das toll, dass Männer so stark sind“ und „In jeder Gruppe sollte eine Erzieherin und ein Erzieher sein“.

In der Diskussion mit den anwesenden Eltern wurde deutlich, dass die männlichen Praktikanten deutlich nachhaltiger in den Köpfen der Kinder bleiben, da sie immer noch Exoten in diesem Beruf sind.

Wenn der demographische Wandel geschlechtergerecht gestaltet werden solle, sei es zwingend nötig, Männer für die sozialen Berufe zu begeistern, betonte die Wallenhorster Gleichstellungsbeauftragte Kornelia Böert.