Klimamarkt in Wallenhorst eröffnet

Praxisnahe Erlebnisausstellung bis Ende November an der Poststraße

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„2050 Dein Klimamarkt“ heißt das neue Geschäft, das an der Poststraße 6 im Wallenhorster Ortsteil Rulle seine Türen öffnet: mittwochs von 14 bis 18 Uhr, samstags von 10 bis 15 Uhr sowie nach Terminvereinbarung. Im Sortiment bietet der Markt Lebensmittel, Bekleidung, Elektronik, Haustechnik, Reisen und vieles mehr. Verkauft wird davon jedoch nichts. Denn „2050 Dein Klimamarkt“ ist kein gewöhnlicher Supermarkt, sondern eine praxisnahe Erlebnisausstellung zum Thema Klimaschutz. Bis Montag (30. November) ist die Ausstellung geöffnet. Die drei Mitarbeiter des Klimamarktes freuen sich in dieser Zeit sowohl auf „Laufkundschaft“ als auch auf angemeldete Gruppen.

Als erste Schulklasse besuchte die 4a der St. Bernhard-Schule Rulle am Montag (28. September) den Klimamarkt und zeigte sich begeistert: „Richtig toll“ lobte die neunjährige Marie die Ausstellung. Und auch ihre Mitschülerin Anna fand es gut. In ihrem „Einkaufskorb“ hatte sie Jeans, T-Shirts, Äpfel, Erdbeeren, Milch, Modeaccessoires, eine Reise nach Rügen und weitere Produkte des täglichen Bedarfs. An der „Kasse“ erhielt sie dafür einen „Klima-Bon“ mit Tipps zum Einkaufsverhalten und produktbezogenen CO2-Einsparpotentialen. So verrät der Bon beispielsweise über die gekauften Erdbeeren: „Frisch gepflückte Erdbeeren vom Bauernhof schmecken besonders lecker und sparen die Emissionen, die durch Lagerung, Kühlung und Transport verursacht werden! Gleichzeitig sparst du das 35-fache an CO2-Emissionen gegenüber Erdbeeren aus Übersee! Einsparpotential: 33 kg CO2/Jahr.“

Für Gruppen wird das Einkaufserlebnis um eine „Unterrichtseinheit“ ergänzt, zu der sich auch die Kinder der 4a mit ihren Lehrerinnen Petra Lanwert-Landscheidt und Tabea Hille angemeldet hatten. „Es gibt viele Möglichkeiten, etwas gegen den Klimawandel zu tun und wie man den CO2-Ausstoß verringern kann“, erläuterte ihnen Wallenhorsts Klimaschutzmanager Stefan Sprenger – sozusagen als „Geschäftsführer“ des Klimamarktes. „Verkäuferin“ Svenja ergänzte: „Ob Essen, Kleidung oder Technik: mit dem, was ihr einkauft, könnt ihr auf den CO2-Ausstoß Einfluss nehmen.“ Im Detail stellten sie unter anderem die richtige Mülltrennung vor. Dabei konnten nicht nur die Kinder etwas lernen. „Manches wusste ich auch noch nicht“, gab Sprenger zu. So gehöre ein Joghurtbecher aus Plastik mit Deckel aus Aluminium in die gelbe Tonne – und zwar getrennt voneinander und nicht ausgespült. Ein Kassenbon aus dem Supermarkt gehöre nicht ins Altpapier. „Das Thermopapier ist eigentlich Sondermüll, wird aber über die Restmülltonne entsorgt“, erklärte Sprenger.

Begeistert von der Klimamarkt-Ausstellung und dem Engagement seines Mitarbeiters zeigte sich Wallenhorsts Bürgermeister Otto Steinkamp. „Ohne Klimaschutzmanager hätten wir das Klimaschutzkonzept so konsequent nicht angehen können.“ Er freue sich, dass die Gemeinde Wallenhorst mit Stefan Sprenger jemanden gefunden habe, der sich intensiv darum kümmere.

Wer die Ausstellung „2050 Dein Klimamarkt“ selbst besuchen möchte, ist herzlich eingeladen, zu den Öffnungszeiten im Klimamarkt einzukaufen. Gruppen melden sich bitte unter Telefon 05407 888-740 an. Ein Besuch außerhalb der Öffnungszeiten ist nach Terminvereinbarung ebenfalls möglich.
 
Informationen zur Ausstellung selbst finden sich auf der Internetseite www.klimamarkt2050.de.