Kleine und große Europäer feierten

Katharinaschule Wallenhorst als Europaschule ausgezeichnet / Urkundenverleihung beim Neujahrsempfang

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Künftig darf es auf dem Briefpapier ebenso verkündet werden wie an Tafeln neben dem Eingang: Die Katharinaschule Wallenhorst ist zu Europaschule ernannt worden. Die Urkunde übergab Regierungsschuldirektor Norbert Szczepanek am Freitag (28. Januar) während des Neujahrsempfangs an Konrektorin Marietta Wetthauer.

Als Europaschulen dürfen sich laut Szczepanek Schulen bezeichnen, die „den europäischen Gedanken im Unterricht befördern“. Je nach Bundesland gibt es dafür die Verleihung unterschiedliche konkrete Kriterien. In Niedersachsen sind die beispielsweise die Integration europäischer Themen, das Angebot von mindestens drei Fremdsprachen, die Beteiligung an europäischen Bildungsprogrammen, die Nutzung moderner Kommunikation mit Europa sowie die Pflege vielfältiger Auslandskontakte.

Diesen Anforderungen wird die Katharinaschule voll gerecht. Schließlich pflegt sie Partnerschaften mit Grundschulen in Wallenhorsts Partnergemeinden Stawiguda/Stabigotten (Polen) und Priverno (Italien). In diesem Rahmen fanden schon mehrere Begegnungen und gemeinsame Fortbildungen für Lehrkräfte statt. Ergänzend befassen sich die Kinder mit ersten Grundlagen der polnischen und italienischen Sprache sowie mit Kultur und Alltag beider Länder.

Kein Wunder also, dass – wie Bürgermeister Ulrich Belde ausführte – die Auszeichnung als Europaschule „hier genau an die richtige Stelle kommt. Denn in der Katharinaschule steht kompetentes und mit Herzblut gefülltes Engagement dahinter.“ Weitere Glückwünsche kamen vom Landtagsabgeordneten Clemens Lammerskitten sowie von Irmgard Vogelsang als Vorsitzender der Deutsch-Polnischen Gesellschaft in der Region Osnabrück.

Ebenso nahmen Patrizia Iob, pädagogische Leiterin des Italienischen Generalkonsulats in Hannover, und Michal Nowak, Vizekonsul am polnischen Generalkonsulat in Hamburg, am Empfang teil. Iob verwies auf die Bedeutung des schulischen Engagements für Europa: „Europa bedeutet Toleranz und Grenzenlosigkeit. Wir wollen und müssen zusammenwachsen für eine bessere Welt.“

Dem internationalen Publikum und dem Anlass entsprechend, hatte die Schule ein europäisches Programm vorbereitet. Darin präsentierten sich die Kinder der dritten Klassen in einem Lied als „Kleine Europäer“, die Europa als Kinderland gestalten. Ihre Sprachkenntnisse stellen Dritt- und Viertklässler mit Gedichten in italienisch, polnisch und deutsch unter Beweis, während es beim Tanz der Hip-Hop-AG international zuging.

Den Abschluss des Neujahrsempfang bildete dann noch ein ganz anderer Akzent: Lehrkräfte, Eltern und Kinder bedankten sich bei Marietta Wetthauer, die seit einigen Monaten stellvertretend die Schule leitet. Die Konrektorin ihrerseits bekräftigte, dass ihr dies vor allem dank des Rückhalts ihres Kollegiums gelungen sei.