Junge Vogelkirsche an Alter Kirche

Baum des Jahres 2010 gepflanzt / Gemeinde erhält vier Exemplare von Naturschutzstiftung

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Dass jeden Sommer wieder leckere rote Kirschen auf dem Speiseplan stehen, ist der Vogel- oder Wildkirsche zu verdanken. Die Urform aller Kirschsorten ist „Baum des Jahres“ 2010. Ein Exemplar steht seit Freitag (26. November) an der Alten St. Alexanderkirche in Wallenhorst; weitere werden an der Grundschule Lechtingen und der Hollager Mühle angesiedelt werden.

Den Baum des Jahres bestimmt jährlich die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Sie will damit die heimischen Baumarten ins öffentliche Bewusstsein rücken. Dazu schenkt die Naturschutzstiftung des Landkreises Osnabrück seit 21 Jahren ihren Städten und Gemeinden je einen „Baum des Jahres“ pro 5.000 Einwohner. Die 24.000-Einwohner-Gemeinde Wallenhorst erhält also vier Vogelkirschbäume.

Einen davon pflanzten Bürgermeister Ulrich Belde, Erste Gemeinderätin Karin Rodeheger, Fachbereichsleiter Thomas Stüber und der Umweltbeauftragte Udo Stangier an der Alten Kirche. Die verantwortungvolle Restarbeit der Pflanzung übernahm im Anschluss Alois Wächter, Vorarbeiter des Wallenhorster Baubetriebshofes.

Ebenfalls dabei war Wolfgang Marks, stellvertretender Geschäftsführer der Naturschutzstiftung. Er sagte zu, dass die Stiftung auch in Zukunft weiter die „Bäume des Jahres“ sponsern werde.

Zudem betonte Marks, es sei der Stiftung wichtig, die Bäume an exponierten Stellen zu platzieren, um den Baum sichtbar zu machen. Insofern sei der Standort Alte Kirche gut gewählt. Im April der kommenden Jahre werde die auffällige weiße Blütenpracht der Vogelkirsche von weither zu sehen sein.

Bürgermeister Ulrich Belde freute sich – in Ergänzung der in den Vorjahren unter anderem im Bürgerpark und am Hof Duling gepflanzten „Bäume des Jahres“ – über ein weiteres Exemplar auf Wallenhorster Grund. Dies passe zu Wallenhorst als der Grünen Gemeinde.

Von Udo Stangier gab es grundlegende Infos zur Vogelkirsche. Sie wurde schon 2.500 Jahren in Griechenland kultiviert und später von den Römern nach Westeuropa gebracht. Ihre frühe und reiche schneeweiße Blüte im April ist weithin auffällig und macht sie bei Imkern beliebt. Die schwarz-roten Früchte sind nicht nur bei Vögeln und kleinen Sägetieren beliebt, auch der Mensch weiß sie zu schätzen, zum Beispiel als Grundlage für „Kirschwasser“.

Vogelkirschen werden nur etwa 100 Jahre alt und können ab einem Alter von 50 Jahren forstlich genutzt werden. Lange und gerade Stämme mit möglichst wenig Ästen erzielen auf Holzauktionen regelmäßig absolute Spitzenpreise, denn das rot-goldene bis honigfarbene Holz ist für die Möbelherstellung sehr begehrt. Allerdings ist es nicht wetterfest und daher ein typisches „Innenholz”.

Aus aktuellem Anlass erinnerte Stangier außerdem an einen alten Brauch. Demnach werden zum 4. Dezember „Barbarazweige“ aus Kirschen geschnitten, damit sie rechtzeitig zu Weihnachten blühen.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.sdw.de .




BU zu baum_des_jahres.jpg, Ordner 20101126_baum_des_jahres: Eine junge Vogelkirsche pflanzten (von links) Ulrich Belde, Thomas Stüber, Udo Stangier, Wolfgang Marks, Karin Rodeheger und Alois Wächter.