Junge Cellistin begeistert bei Weihnachtskonzert

Ombre di Luci erstmals mit weiblicher Verstärkung

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Alle Jahre wieder kommt nicht nur das Christuskind auf die Erde nieder, sondern auch die Osnabrücker Band „Ombre di Luci“ in die Wallenhorster Hofstelle Duling – gefühlt ebenfalls seit gut 2000 Jahren, denn für ihre Fans gehören die Auftritte in Wallenhorst wie Plätzchenduft und Tannenbaum zur Weihnachtszeit. Genau genommen spielten die „Schattenlichter“ am Samstag und Sonntag (12. und 13. Dezember) ihr 42. und 43. Weihnachtskonzert, zu dem die Gemeinde Wallenhorst als Veranstalterin jeweils 130 Gäste in der ausverkauften Hofstelle begrüßen konnte.

Mitgebracht hatten Ombre di Luci ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk: Als Ersatz für den verletzten Cellisten und Gitarristen Ludwig Voges präsentierten Marcus Tackenberg (Gesang, Klavier und Akkordeon), Ralf Quermann (Gitarre, Kontrabass und Mandoline), Karl Snelting (Schlagzeug und Perkussion) und Markus Preckwinkel (Posaune, Tuba, Flöte und Triangel) die junge Cellistin Paula Schieferecke. Die Lehramtsstudentin kannte die „falschen Italiener“ bislang zwar nur von den CDs ihrer Eltern, erklärte sich aber kurzfristig bereit, für Voges einzuspringen. Gemeinsam proben konnten sie nur drei Mal. Dennoch eroberte die 25-jährige die Herzen des Publikums im Sturm. Und auch Voges, der immerhin im Zuschauerraum Platz nehmen konnte, geriet ins Schwärmen: „Sie ist klasse! Was sie sich in der kurzen Zeit angeeignet hat – es ist, als ob sie die ganze Zeit schon mitspielt. Zwar sind alle Stücke notiert, aber wir improvisieren auch, und wenn Marcus seine ‚Ausflüge‘ macht, muss man das erst mal raffen.“

Ombre di Luci präsentierten neben vielen Klassikern ihres Repertoires und „Milenni fa“ – dem Weihnachtslied der Band – auch Neues mit aktuellem Bezug. „Ideali“ sei „ein Song über Ideale und für alle, die etwas aufgegeben haben“, erläuterte Tackenberg. „Das habe ich unter dem Eindruck der Flüchtlingskrise geschrieben.“ Im selben Kontext wurde ein weiteres, jedoch schon älteres Stück aktueller denn je: „Vittoria della pace“. „Es handelt von der großen Hoffnung, dass der Frieden obsiegen wird“, so Tackenberg.

Die Musiker boten ihren Gästen zwei stimmungsvolle Konzerte im weihnachtlich geschmückten Ambiente der Hofstelle Duling. Bei Titus Schwegmann, der am Sonntag mit seinen Großeltern zum ersten Mal das Weihnachtskonzert besuchte, glänzten die Augen vor Freude – nicht nur in Anbetracht des „Meter-Stutenkerls“, den Ludwig Voges in der Pause servierte. Beim bandeigenen Weihnachtslied – mit imitierten Wind- und Hubschraubergeräuschen sowie Wolfsgeheul durch das Publikum – zeigte der 9-jährige vollen Einsatz. Stammgast Günter Hawighorst fasste die Besonderheit des Weihnachtskonzerts wie folgt zusammen: „Dieser Weihnachtshit ist in jedem Jahr wieder ein gemeinsames musikalisches Erlebnis – einfach herrlich!“  

Margret Terglane, verantwortlich für das Kulturprogramm der Gemeinde Wallenhorst, versprach den Gästen eine Fortsetzung der Weihnachtskonzerte mit Ombre die Luci am 10. und 11. Dezember 2016. Echte Fans dürften sich diese Termine gerne schon im Kalender notieren.