Jüngste Klimaschützer erhalten das höchste Preisgeld

RWE-Klimaschutzpreis 2015 verliehen

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Der RWE-Klimaschutzpreis wird jährlich für Leistungen verliehen, die in besonderem Maße zur Einsparung von CO2 führen oder die zur Erhaltung natürlicher oder zur Verbesserung ungünstiger Umweltbedingungen beitragen. In diesem Jahr sind mit dem Preis in der Gemeinde Wallenhorst sechs Preisträger ausgezeichnet worden.

„Wir haben ein kleines Jubiläum“, hob Bürgermeister Otto Steinkamp im Rahmen der Preisverleihung am Dienstag (19. Januar) hervor. Denn seit zehn Jahren wird der mit 2.500 Euro dotierte Klimaschutzpreis vom Energiedienstleister RWE der Gemeinde Wallenhorst zur Verfügung gestellt. Zusammen mit RWE-Kommunalbetreuer Thomas Jablonski überreichte Steinkamp die Urkunden an die Preisträger.

Die jüngsten Gäste erhielten in diesem Jahr das höchste Preisgeld: Die Schülerinnen und Schüler der Erich-Kästner-Schule wurden zusammen mit ihrer Lehrerin Isabell Berelsmann-Nieporte für ihr Projekt „Kinderbauernhof“ prämiert. Auf dem Bauernhof von Christian Voßgröne bewirtschaften die Kinder eine Obstbaumwiese und einen Gemüsegarten. Auch ein Stall mit Tieren gehört zu dem Projekt. In der einmal wöchentlich stattfindenden Arbeitsgemeinschaft versorgen die Kinder unter anderem die Tiere mit Futter, pflanzen Obst und Gemüse an, ernten dieses und bereiten daraus Speisen zu. Bei der Arbeit auf dem Bauernhof eignen sie sich somit Kenntnisse über heimische Tier- und Pflanzenarten und deren Lebensräume sowie Kenntnisse über die zyklischen Abläufe in der Natur an.

Ebenfalls als Preisträger wurde Christian Trame ausgezeichnet. Er erhielt den Klimaschutzpreis für den Bau einer Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher zur autarken Versorgung der Belüftung der Stallanlagen seines Hofes. Die Batterie dient dazu, den am Tag überschüssigen Strom zu speichern und diesen nachts bzw. in bewölkten Phasen zu nutzen. Mit einem ähnlichen Projekt hatte sich auch Sebastian Hollermann um den Klimaschutzpreis beworben. Er wurde für seine Smart-Home-Steuerung zur optimierten Nutzung von Solarstrom für die Elektromobilität ausgezeichnet. Sonja und Markus Wächter sowie Andrea und Thomas Hörnschemeyer wurden für die vorbildliche energetische Sanierung ihrer Wohngebäude prämiert. Sie konnten durch umfangreiche Sanierungsmaßnahmen einen erheblichen Teil des CO2-Ausstoßes verringern und gleichzeitig eine Menge Energie einsparen. Dies wurde unter anderem durch den Einbau eines wasserführenden Kaminofens zur Heizungsunterstützung bzw. mit einer Pelletheizung erreicht.

Heinrich Theismann hatte sich mit dem Bau seines Insektenhotels im Ost-Ruller Bruch beworben. Mit diesem werden notwendige Nist- und Unterschlupfmöglichkeiten geschaffen und gleichzeitig Aufmerksamkeit für das Thema erzeugt. Denn die Insektenwelt werde durch zunehmende Versiegelung und Bebauung, dem verstärkten Anbau von Mais-Monokulturen sowie dem enormen Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft und im eigenen Garten empfindlich gestört, erläuterte Theismann den rund 50 Anwesenden im Ratssaal des Wallenhorster Rathauses.

Auch 2016 soll es einen Klimaschutzpreis geben. Alle Wallenhorster sind dazu eingeladen, sich mit einem Projekt um den Preis zu bewerben. Die Ausschreibungen dafür werden voraussichtlich Mitte des Jahres veröffentlicht werden.