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Die Ehrenamtlichen der Ausstellung "Regenerativ - mach mit" stellen sich vor - Heute: Hans-Jürgen Müller

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Der Einsatz erneuerbarer Energien ist eines der entscheidenden Zukunftsthemen. Wie erneuerbare Energien funktionieren, lässt sich am Lernstandort an der Jugendfreizeitstätte Hollager Mühle und besonders in der Ausstellung „Regenerativ – mach mit“ erleben. Zu verdanken ist das einem engagierten ehrenamtlichen Team, das Gruppen durch die Ausstellung führt und ihnen das Thema anhand der zehn anschaulichen Experimente nahe bringt. Dessen Mitglieder stellen sich in loser Folge vor – heute Hans-Jürgen Müller.
Übrigens sind weitere Freiwillige im Team willkommen. Wer Interesse an dieser abwechslungsreichen Tätigkeit hat, kann sich an Karl-Heinz Ast, den Ehrenamtsbeauftragten der Gemeinde Wallenhorst, wenden. Er ist telefonisch erreichbar unter (05407) 6200 oder per E-Mail.

 

An seinem Haus betreibt er eine Photovoltaikanlage, eine selbstgebaute Solaranlage zur Warmwassergewinnung sowie eine mit der Ölheizung kombinierte Holzheizung und ist zugleich Mitinhaber des Bürgerwindrads in Halen: Hans-Jürgen Müller brachte beste Voraussetzungen für die ehrenamtliche Betreuung der Ausstellung „Regenerativ – mach mit“ an der Hollager Mühle mit. Kein Wunder, dass vor einem Jahr eine Nachbarin, die bei der Gemeinde Wallenhorst arbeitet, den Rentner fragte, ob dieses Ehrenamt nichts für ihn sei. Seither gehört Müller zum Team.
Als Selbstversorger mit großem Garten und aktiver Kanusportler habe er zwar einige Zeit überlegt, ob er eine weitere zeitintensive Aufgabe übernehmen wolle. Den Ausschlag für das Ja hätte schließlich der Gedanke an seine drei Enkelkinder gegeben. Diese seien im selben Alter wie die meisten der Gruppen, denen die Ausstellung die Möglichkeiten der Energieeinsparung und Energiegewinnung durch Wind, Sonne und Wasser vermitteln solle. Und diese Generation sei es schließlich, „die mit den schnell weniger werdenden Rohstoffen und den Umweltproblemen, die meine Generation ihnen hinterlässt, zurechtkommen muss.“
Auch für sich selbst kam Müller zu der Überzeugung, „dass es nicht schaden kann, im Alter von 78 Jahren noch einmal etwas Neues anzufangen, um auch geistlich beweglich zu bleiben.“ Das galt umso mehr, als er als Führer durch die Ausstellung seine eigenen Erfahrungen mit der Nutzung erneuerbarer Energien einbringen konnte.
Dass das mit der Ausstellung gelingt, da ist sich Hans-Jürgen Müller nach einigen Einsätzen sicher. „Man kann gut das Interesse der Kinder wecken, wenn sie durch eigene Versuche zu überzeugenden Ergebnissen kommen“, hat er erfahren.
Als besonders reizvoll hat der Rentner es empfunden, den Lernstandort Hollager Mühle auch international bekannt zu machen. „Als Zweierteam haben wir einer Gruppe usbekischer Austauschstudenten unsere Versuchsanordnungen vorgestellt und ihnen anhand von Fakten die zehnjährige Erfolgsgeschichte des Erneuerbare-Energien-Gesetzes vermittelt“, erzählt er. Hierbei seien die beeindruckenden Zahlen, die die Stadtwerke Osnabrück als Betreiber der Windräder auf dem Piesberg zur Verfügung gestellt hätten, eine große Hilfe gewesen.