Gewalt ist untragbar

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

Mitteilung von

Anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen weist Wallenhorsts Gleichstellungsbeauftragte Kornelia Böert auf die Situation betroffener Frauen und Kinder, aber auch Männer hin. Der 25. November ist seit 1999 von den Vereinten Nationen als offizieller internationaler Gedenktag „Nein zu Gewalt gegen Frauen und Mädchen“ anerkannt.

„Weltweit gehören Misshandlungen durch Ehemann, Freunde oder Lebenspartner für viele Frauen und ihre Kinder zum Alltag“, erläutert Böert. „Das Spektrum der Gewalt ist breit – häusliche Gewalt hat viele Gesichter.“ Einkommen, Bildung, Alter, Nationalität seien dabei völlig belanglos. Häusliche Gewalt sei die häufigste Ursache für Verletzungen bei Frauen, häufiger als Verkehrsunfälle. Ihr eigenes Zuhause sei oft der gefährlichste Ort für Frauen und Kinder. Häusliche Gewalt koste die Solidargemeinschaft jährlich 14,8 Milliarden Euro. Das seien etwa Kosten für Justiz, Polizei, ärztliche Behandlungen und Arbeitsausfälle. Jährlich würden in Deutschland mehr als 45.000 Frauen mit ihren Kindern in Frauenhäuser fliehen. „Jede dritte Frau in Deutschland erfährt statistisch gesehen mindestens einmal in ihrem Leben Gewalt“, so Wallenhorsts Gleichstellungsbeauftragte. „Aber auch Männer sind betroffen. Das kann sich nur ändern, wenn sich die Gesellschaft gegen Gewalt einsetzt.“

Gemeinsam stärker als Gewalt

„Gemeinsam stärker als Gewalt“ ist eine Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Über die Internetseite www.staerker-als-gewalt.de finden Betroffene und Menschen im Umfeld Informationen und Hilfsangebote, wie sich Gewalt beenden lässt und wo sie Hilfe finden. Hilfe und Beratung bietet auch das Hilfetelefon unter der kostenlosen Rufnummer 08000 116 016 sowie online unter www.hilfetelefon.de – anonym, kostenfrei, rund um die Uhr und barrierefrei in deutscher Sprache sowie 17 Fremdsprachen.

Gewalt ist untragbar

Mit dem Motto „Gewalt ist untragbar!“ sind zum diesjährigen Anti-Gewalt-Tag auch Stofftaschen bedruckt, die in Stadt und Landkreis Osnabrück am 25. November verteilt werden. Mit den Taschen gibt es wichtige Informationen zum Thema. „Wir wollen zeigen, dass wir gemeinschaftlich gegen Gewalt an Frauen eintreten und uns einsetzen“, betont Böert. Wer noch Interesse an einer entsprechend bedruckten Tasche hat, kann sich gern unter Telefon 05407 888-820 bei ihr melden.