Geschichte(n) eines langen Lebens

Zum 100. Geburtstag erhielt Liesbeth Basista auch Glückwünsche von der Gemeinde

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Ein Stück deutscher Geschichte spiegelt sich im Leben von Liesbeth Basista wider – kein Wunder, feierte doch die Hollagerin am Samstag (3. März) ihren 100. Geburtstag. Die Glückwünsche der Gemeinde Wallenhorst zu diesem besonderen Anlass überbrachte Bürgermeister Ulrich Belde.
Zu den Geburtstagsgästen zählte außerdem Pastor Hans-Georg Meyer-ten Thoren und Karl Hermann Dittmar, Geschäftsführer des Kreisverbandes Osnabrück-Land des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Schließlich lebt die Jubilarin seit 1995 in der DRK-Seniorenwohnanlage in der Straße In den Dillen. Sie alle nutzten die Gelegenheit, sich von Liesbeth Basista aus ihrem wechselvollen Leben erzählen zu lassen.

Geboren wurde sie 1912 im Kreis Znin im heutigen Polen, ihre Kindheit verbrachte sie in Gnesen. Im Zweiten Weltkrieg flüchtete Liesbeth Basista nach Oschersleben in Sachsen-Anhalt. Von dort aus folgte sie mit ihrer Mutter ihrem zweiten Ehemann, Dr. Erich Basista, in den Westen, nachdem er nach einer Familienfeier rund zwei Jahre zuvor nicht in die DDR zurückgekehrt war. Das Ehepaar landete schließlich in Rulle, wo sie ihren Mann Jahre lang bei der Arbeit in seiner Arztpraxis unterstützte.

Von Schicksalsschlägen blieb Liesbeth Basista in ihrem langen Leben nicht verschont. So fiel ihr erster Mann im Zweiten Weltkrieg. Eine Tochter starb früh, von den zwei Söhnen lebt heute nur noch einer.

Trotzdem verbringt die 100-Jährige ihren Lebensabend in Zufriedenheit. Zwar kann sie nicht mehr gut hören und sehen, doch geistig ist sie noch fit, was sie unter anderem gern beim Bingo-Spiel in der Wohnanlage unter Beweis stellt. Sehr freut sich Liesbeth Batista außerdem über die Besuche des Ehepaars Stühlmeyer. Schon, als sie in Rulle lebte, kümmerte sich Gabriele Stühlmeyer um sie, und bis heute gehört die alte Dame sozusagen zur Familie.