Gemeinschaft und Teamgeist gestiftet

Dank Finanzierung der Bürgerstiftung absolvierten siebte Klassen der Alexanderschule erlebnispädagogisches Sozialtraining

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Wer seinen Mitschüler beim Klettern sichert, der lässt ihn auch nicht fallen, wenn er mal beim Lernen Unterstützung braucht. Und eine Schulklasse, die gemeinsam einen Seilparcours überwindet, die hält auch im Schulalltag zusammen. Diese Erfahrungen machen zurzeit die siebten Klassen der Alexanderschule Wallenhorst beim erlebnispädagogischen Sozialtraining.

Dessen ersten Teil absolvierten sie im Oktober am Hollager Berg. Dort fanden mit Trainern der Firma Games and Ropes erlebnispädagogische Aktionen statt. An zwei Vormittagen galt beispielsweise, einen Mitschüler auf einem Boden aus Stöckern zu tragen, zu klettern oder als Team Hindernisse zu überwinden. Die dabei gesammelten Erfahrungen und Eindrücke sollen sich nun setzen und im Alltag bewähren, bis im Frühjahr die Fortsetzung mit zwei weiteren Vormittagen ansteht.

Finanziert hat das Projekt die Bürgerstiftung Wallenhorst. „Es entspricht unserem Schwerpunkt der Gewaltprävention bei Kindern und Jugendlichen“, begründet deren Vorsitzender Jochen Bruhn. Zugleich stellte er in Aussicht, dass die Fortsetzung des Projekts für die siebten Klassen bis mindestens Schuljahresende 2011 gesichert sei. Dafür wird die Stiftung pro Schuljahr 2.000 Euro weiter bereitstellen, sodass alle Siebtklässler dabei sein können.

Schulleiter Thomas Behning hört das gern; schließlich ist das Sozialtraining in die Schulprogrammatik eingebettet. „Die Inhalte werden durch Aktionen und Projekte in anderen Jahrgängen ergänzt, sodass wir sie den Schülerin nicht punktuell vermitteln, sondern kontinuierlich“, erklärt er. Umso wertvoller sei es, mit der Bürgerstiftung einen verlässlichen Partner zu habe, der dies dauerhaft ermögliche.

Dieser Aussage stimmt auch Schulsozialarbeiterin Birte Loddeke zu. Als Projektleiterin begleitete sie – ebenso wie die Klassenlehrer – die Klassen. „Bei diesem Programm gibt es nichts Vorgefertigtes“, schildert sie, „jede Gruppe muss selbst Lösungen entwickeln, die für jeden in der Gruppe funktionieren.“ Dabei seien die Jugendlichen sehr kreativ gewesen. Zugleich hätten die Teilnehmer die eigenen Grenzen und die ihrer Mitschüler kennen und akzeptieren gelernt, und das alles mit viel Spaß. Auch für die Entwicklung von Veranwortungsbewusstsein sowie Team- und Konfliktfähigkeit liefere das Training Impulse – alles wichtige Schlüsselqualifikationen für die Berufswelt.

Wie gut das funktioniert, wissen als Teilnehmerinnen Mona-Sophie Althoff und Johanna Lempert. „In unserer Klasse meckern wir uns weniger an, und irgendwie kommt jetzt jeder mit jedem klar“, sagt Mona-Sophie Althoff. Es sei eine gute Erfahrung gewesen, von den Mitschülern gehalten zu werden. Und Johanna Lempert hebt ergänzend das positive Gefühl hervor, all das als Gemeinschaft erlebt zu haben.

Für diese Erfahrungen werden sich die Jugendlichen übrigens nach ihren Möglichkeiten bei der Bürgerstiftung bedanken. „Wir praktizieren das Prinzip Geben und Nehmen“, betont Schulleiter Behning. In diesem Sinne unterstützen Schülerinnen und Schüler, die von Projekten der Bürgerstiftung profitieren, diese zum Beispiel bei der Ausrichtung ihres jährlichen Kinder- und Familienfestes.