Für die Energiewende in Wallenhorst

Bürgermeister und Wirtschaftsförderer besuchten Naturstrom AG

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Einen kurzen Weg hatten Wallenhorsts Bürgermeister Ulrich Belde und Wirtschaftsförderer Frank Jansing bei ihrem jüngsten Unternehmensbesuch am Donnerstag (5. Juli). Denn der galt dem Wallenhorster Standort der Firma Naturstrom AG, der mit derzeit zehn Mitarbeitern seit Anfang des Jahres im obersten Stockwerk des Rathauses untergebracht ist.
So besichtigte Belde die Räumlichkeiten auch als Vermieter. Entsprechend freute es ihn, von Niederlassungsleiter Christoph Ströer zu hören, dass die zehn Mitarbeiter sich in den neuen Büros sehr wohlfühlen. „Es könnte hier schon fast wieder zu klein werden, denn wir wollen die technische Betriebsführung ausbauen und dafür eventuell weitere Kräfte einstellen“, berichtete Ströer. Allerdings sei es schwierig, die benötigten Handwerker zu finden, der Fachkräftemangel mache sich längst deutlich bemerkbar.

Auf qualifizierte Kräfte ist Naturstrom angewiesen. Für das Unternehmen mit Sitz in Düsseldorf ist der Name Programm: Es handelt mit Naturstrom, also mit Energie aus erneuerbaren Quellen. Strom, der aus Wasser, Sonne, Wind und Biomasse erzeugt wurde, gehört ebenso zum Angebot wie Biogas. Über 200.000 Kunden hat das 1998 gegründete Unternehmen damit deutschlandweit bereits gewonnen.

Naturstrom investiere in den Bau von Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien und verdiene an dem daraus gewonnenen Strom, schilderte Christoph Ströer. Fast 200 Anlagen hat die Naturstrom-Gruppe mit ihren Kunden unterstützt und realisiert. Auf diese Weise hat Naturstrom nach eigenen Angaben über 1,3 Milliarden Kilowattstunden an Atom- und Kohlestrom ersetzt und der Umwelt mehr als 650 Millionen Kilogramm Kohlendioxid erspart.

In Wallenhorst ist die Windkraft-Projektierung der Naturstrom AG angesiedelt. Getreu der Unternehmensphilosophie würde man gern daran mitarbeiten, das Gemeindegebiet zu 100 Prozent aus regenerativen Energien zu versorgen. „Unser Ziel ist die Energiewende, auch hier in Wallenhorst“, betont Christoph Ströer. Ideen, wie das durch ein Gesamtkonzept gelingen könnte, hat er auch im Rat schon einmal vorgestellt.

Dabei fühlt sich sein Unternehmen dem Standort Wallenhorst auch über die eigene Arbeit hinaus verbunden. Ganz bewusst ist Christoph Ströer deshalb dem Verein „Wir für Wallenhorst“ Marketing beigetreten – eine Entscheidung, die Bürgermeister Belde besonders freute: „Je mehr Firmen sich dort engagieren, desto mehr Mitstreiter und Ideen haben wir als Gemeinde, um einen attraktiven Wirtschaftsstandort zu schaffen.“