Frühen Hilfen ein Gesicht geben

Markt der Möglichkeiten in den Familienzentren

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Unter dem Titel „Frühen Hilfen ein Gesicht geben“ fand am Freitag (21. Oktober) und Freitag (18. November) jeweils ein Markt der Möglichkeiten in den Familienzentren in Lechtingen und Hollage statt. Das Vorbereitungsteam um die Leitungen der Familienzentren Monika Thünker und Angelika Uhlen, die Hebamme Maria Knüppe, die Pekip-Referentin Mona Elbel und die Netzwerkkoordinatorin Kornelia Böert entschied sich für diese Form einer Auftaktveranstaltung, um Eltern von Kindern im Alter von null bis drei Jahren die vielen Angebote in Wallenhorst für frühe Hilfen vorzustellen.

„Den Angeboten ein Gesicht geben, zu wissen, welche Personen stehen für das ein oder andere Angebot, ist uns wichtig, und die Vernetzung untereinander fortzuschreiben“, erklärt Kornelia Böert. Seit 2009 gibt es bereits das Netzwerk für Familie (Kinder 0–14 Jahre), das sich jetzt auf die Partnerschaften in den frühen Hilfen konzentriert hat. Der Landkreis Osnabrück möchte in allen 21 Kommunen zusammen mit der Stadt Osnabrück eine Region der frühen Hilfen aufbauen. Annemarie Schmidt-Remme als Netzwerkkoordinatorin für den Landkreis Osnabrück betont: „Da jede Kommune ihre eigenen Strukturen und Bedürfnisse hat, gestalten die Personen vor Ort das Netzwerk.“ „Wichtig dabei ist, alle Akteure und Akteurinnen, die mit kleinen Kindern arbeiten, zusammenzuführen“, betont Bürgermeister Otto Steinkamp.

Unter den Untertiteln „Ernährung, Bewegung und mehr“ sowie „Gesund und fit“ standen Maria Knüppe, Mona Elbel und die Verbraucherzentrale für Fragen rund um die Ernährung zur Verfügung. „Vom Stillen über die Beikost bis hin zur Familienernährung gibt es immer wieder Unsicherheiten bei vielen Eltern“, erklären Maria Knüppe und Mona Elbel. Daher sei es sehr wichtig, Eltern diese Unsicherheiten in einem individuellen Gespräch zu nehmen. Denn jedes Kind sei individuell, genau wie die Erfahrungen, die Eltern mitbrächten.

Auf dem Markt der Möglichkeiten waren aber auch die Beratungsstellen wie die ökumenische Jugendhilfe mit der Familiensprechstunde vertreten. Auch die Kinderarztpraxis in Wallenhorst mit Dr. Christine Grünebaum und Gerhard Trimpe stellten sich den Fragen der Eltern. Ihr Fazit der Veranstaltung lautete: „Für uns ist die Vernetzung mit den vielen Angeboten in Wallenhorst eine gute Voraussetzung, um Eltern auch weiterführende Hilfen anbieten zu können. Dafür war es sehr gut, die Gesichter hinter den vielen Angeboten kennenzulernen.“ So waren nicht nur das Familienservicebüro der Gemeinde Wallenhorst vertreten, sondern auch die katholische Familienbildungsstätte mit ihren Beratungsangeboten und Projekten sowie der zahnärztliche Gesundheitsdienst für Stadt und Landkreis Osnabrück. Ein wichtiger Tipp von Dr. Brigitte Brunner-Strepp war der Brief an die „Schnullerfee“: „Viele wissen nicht, das es schädlich für die Milchzähne ist, wenn die Kinder stundenlang am Schnuller nuckeln. Dabei werden die Milchzähne quasi abrasiert.“

In Angebote wie die Trageberatung, psychomotorisches Turnen, Bambinchen oder Liedergarten konnten die Eltern mit ihren Kindern reinschnuppern, um sich ein Bild von den einzelnen Kursen zu machen. Nicole Detmer vom Familienservicebüro gab dann auch die wichtige Information, dass bei all diesen Angeboten der Bildungsgutschein, den der Babybesuchsdienst vorbeibringt, eingelöst werden kann. Die Familienzentren sind für alle Eltern in Wallenhorst. „Alle Eltern können die Familienzentren nutzen, um Informationen über die Angebote oder auch das Netzwerk zu erhalten“, betont Angelika Uhlen vom Kindergarten St. Stephanus. Monika Thünker vom Franziskus-Kindergarten ergänzt: „Wir laden alle Eltern ein, denn oft ist ein hilfreiches Gespräch besser als alle Erziehungsratgeber.“