Frauen-Forderungen an die Politik

Landesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros formuliert Wahlprüfsteine

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Auch Frauen entscheiden die Wahl. In diesem Sinne hat die Landesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros (lag), deren Vorstand die Wallenhorster Gleichstellungsbeauftragte Kornelia Böert angehört, zur niedersächsischen Landtagswahl am Sonntag (20. Februar) Wahlprüfsteine erarbeitet.
Dabei handelt es sich um Forderungen zur Frauen- und Genderpolitik, die die lag an die Parteien und die künftigen Landespolitikerinnen und -politiker richtet. Damit können Wählerinnen und Wähler zugleich das frauenpolitische Profil der kandidierenden Parteien bewerten.

Grundsätzlich plädiert die lag für ein gleichstellungspolitisches Rahmenprogramm in Niedersachsen. Ein zentraler Bereich davon und der Wahlprüfsteine ist der Arbeitsmarkt, für den die Gleichstellungsbeauftragten unter anderem die gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit und Besetzung öffentlicher Ämter mit Frauen bis zur Erreichung einer 50-Prozent-Quote fordern.

Verbesserungen erwartet die lag ebenfalls in der Flüchtlingspolitik sowie bei der Finanzierung von Frauenhäusern und Beratungsstellen zur Gewalt gegen Frauen. Weitere Forderungen sind die Hauptamtlichkeit von Gleichstellungsbeauftragten, die Anerkennung der im Ausland erworbenen Berufsabschlüsse von Migrantinnen, die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements und des Ehrenamts und eine gezielte Gesetzesinitiative sowie Mentoringprogramme, die mehr Frauen zu politischer Arbeit motivieren.

Die Broschüre mit den Wahlprüfsteinen kann im Internet heruntergeladen werden.