Eine „Grüne Mitte“ für Wallenhorst

Jugendkonferenz mit konstruktiven Vorschlägen

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Tuesday statt Friday for Future hieß es für die Wallenhorster Jugend am Dienstag (29. Oktober). Knapp 2.000 Mädchen und Jungen im Alter von 14 bis 21 Jahren hatte die Gemeinde Wallenhorst eingeladen, sich mit ihrer Zukunft vor Ort auseinanderzusetzen und ihre Wünsche und Anregungen direkt mit Ratsmitgliedern und Verwaltungsspitze zu erörtern. 23 Jugendliche nutzten die Chance und beteiligten sich an der ganztägigen Jugendkonferenz – ohne Schulstreik, dafür mit offizieller Unterrichtsbefreiung.

Strukturiert und motiviert gearbeitet

In verschiedenen Workshops und mehreren Etappen bearbeiteten die jungen Leute die Themenfelder „Faire Gesellschaft / Gutes Leben“, „Beförderung / ÖPNV mit Schwerpunkt Schule“, „Öffentlicher Raum“, „Infrastruktur“ und „Angebote für die Jugend“. Uwe Helmes und sein Team von der Stellwerk Zukunft gGmbH leiteten die Jugendlichen dabei als Moderatoren an. Schnell entstanden lebhafte Diskussionen. „Motivieren brauchen wir die Jugendlichen gar nicht – die brennen“, erklärte Sarah List vom Jugendzentrum JAB2. „Wenn sie merken, dass sie ernst genommen werden, sind sie schnell motiviert.“

Bessere Busverbindungen und eine „Grüne Mitte“

„Die Jugendlichen haben großartige Ideen entwickelt“, bestätigte auch Wallenhorsts Jugendpfleger Jürgen Abeln. Beispiele seien Optimierungen und Vergünstigungen im ÖPNV-Angebot und beim Freizeitticket, ein Zebrastreifen zwischen der Rathausallee und der gegenüberliegenden Bäckerei, die Gestaltung des Wallenhorster Zentrums als „Grüne Mitte“ anstelle einer Bebauung zur „Neuen Mitte“ sowie eine Job-Vermittlung für junge Leute mit entsprechender Internetpräsenz (Hinweis: Der Landkreis Osnabrück bietet eine Übersicht über regionale Stellenangebote, Ausbildungsplätze und Praktika unter jobs.landkreis-osnabrueck.de/jobs).

Unterstützung durch Kinderhilfswerk

Gefördert wurde die Jugendkonferenz seitens des Deutschen Kinderhilfswerks mit 5.000 Euro. „Es ist toll, dass das Kinderhilfswerk unsere YouCon unterstützt hat, weil uns damit die Möglichkeit gegeben wird, wirklich in die Politik einzugreifen und unsere Ideen einzubringen“, zeigte sich Levin Adigüzel (15) dankbar.

Von der Konferenz in die Politik

Die Ergebnisse der Workshops können nun seitens der Politik als Denkanstoß oder konkrete Anregung in die Beratungen zu den örtlichen Themen einfließen. Den Jugendlichen selbst bietet sich dabei von Januar bis März die Gelegenheit, die Entwicklung direkt zu begleiten. Dazu lädt die Gemeinde Wallenhorst alle Neunt- und Zehntklässler im Rahmen des Projektes „Schülerinnen und Schüler in die Kommunalpolitik“ herzlich ein.