Die Welt ist wieder zu Hause

Hollager Erich-Kästner-Platz mit restaurierter Weltkugel eröffnet

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Nach gut siebenwöchigen Bauarbeiten konnte der Erich-Kästner-Platz im Hollager Ortszentrum am Mittwoch (21. Mai) vollständig neu gestaltet freigegeben werden. Auch die markante Weltkugel wurde nach einer Generalüberholung wieder in den Platz integriert.

Die Hollager seien ja für ihre Weltoffenheit bekannt, sagte Bürgermeister Ulrich Belde, was mit dem Eiffelturm-Nachbau und dem Globus bislang auch schon zum Ausdruck gebracht worden sei. Nun hätte sie auch noch einen „Roten Platz“. Mit diesem sei ein Platz zum Verweilen geschaffen worden, der gleichermaßen ein ansprechendes Entree für die Erich-Kästner-Schule geworden sei,  so Belde. Dem konnte sich Schulleiterin Doris van Roye nur anschließen und präsentierte gleich weiterführende Ideen. Die Lehrer hätten sich schon Gedanken über die Gestaltung der zum Platz hin liegenden Hausfassade gemacht. Des Weiteren bat sie darum, ein Schild mit der Aufschrift „Erich-Kästner-Platz“ aufzustellen. Zufrieden mit dem Ergebnis zeigten sich auch die Vertreter des Seniorenbeirats, des Heimat- und Wandervereins sowie der Archivgruppe, die von Beginn an in die Planungen integriert waren.

„Die Weltkugel hat viele Jahre ein trauriges Dasein gefristet“, befand Armin Proft, Geschäftsführer der Proft Pulverbeschichtung GmbH. Er erklärte, dass eine Restaurierung dringend notwendig gewesen sei, da die Stäbe der Kugel teilweise bereits durchgerostet gewesen waren. Mit seinem Team habe er alle Teile des Globus erneuert und fehlende Teile ersetzt. Die Erdteile seien nur mit Klarlack beschichtet worden, sodass der Farbton des Materials über Jahre bestehen bleibe, so Proft. Inseln wie Japan oder die Komoren wurden nach bestem Wissen und Gewissen ebenso nachgerüstet wie eine Markierung für Hollage. Bei einer Demonstration im Erdkundeunterricht müsse man das dann etwas freier interpretieren, schlug Belde dazu in Richtung Schulleitung vor.

Für die Gemeinde Wallenhorst sei die Neugestaltung auch eine Initialzündung, ergänzte Sandra Kujas vom Fachbereich Planen Bauen Umwelt. Sie sei verbunden mit der Hoffnung, dass private und gewerbliche Grundstückseigentümer im Hollager Zentrum nachziehen und in die Gestaltung und Barrierefreiheit des Ortskerns investierten würden.