Die Verzauberung der Störche

72 Viertklässler der St. Bernhard-Schule Rulle verabschiedeten sich mit Musical von der Grundschulzeit

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„Mutabor“ ist Latein für „Ich werde verwandelt werden“. „Mutabor“ ist auch das Zauberwort, das Menschen nach der Verwandlung in ein Tier ihre menschliche Gestalt zurückgibt. Was jedoch denen passiert, die das Zauberwort vergessen, und wie sie sich gemeinsam mit Freunden aus dieser misslichen Situation befreien können, das erzählt das Märchen „Kalif Storch“. Dies brachten jetzt die vierten Klassen der St. Bernhard-Schule Rulle zu ihrem Abschied von der Grundschulzeit auf die Bühne.
An der Ruller Grundschule ist es Tradition, dass die Viertklässler vor ihrem Wechsel an die weiterführenden Schulen gemeinsam ein Musical aufführen. Egal, ob Haupt- oder Nebenrolle, im Chor, an den Musikinstrumenten, als Souffleure oder Inspizienten: Jedes der 72 Kinder wirkt an irgendeiner Stelle mit.

Diese Gemeinschaftsleistung mündete in diesem Jahr in vier Musicalaufführungen von Freitag bis Dienstag (13. bis 17. Juli). Sie schilderten die Geschichte von Kalif Chasid (Frederik Cziupka / Fynn Nowicki) und seinem Großwesir Mansur (Maximilian Witte / Yannik Diessars).

Diese sind mit Hilfe eines Zauberpulvers, das Menschen in ein Tier ihrer Wahl umwandelt und sie dessen Sprache verstehen lässt, zu Störchen geworden. Als Storch Chasid (Janis Koopmann / Paul Kunert) und Storch Mansur (Cem Kuzucu / Moritz Nienaber) finden sie so viel Vergnügen am Tanz mit der Storchendame Frau Langbein (Luisa Holtmeyer / Alina Schotteck), dass sie das wichtigste Gebot außer Acht lassen: Niemals lachen. Denn wer das Zauberpulver genutzt hat und lacht, vergisst das Zauberwort, das ihm die menschliche Gestalt zurückgibt – eben „Mutabor“.

So müssen die Beiden vorerst Störche bleiben. Dem bösen Zauberer Mizra (Caroline Seiters / Lea Tepe) kommt das gerade recht, denn er will die Macht an sich reißen. Zum Glück aber können sich die verzauberten Störche auf die Hilfe der ebenfalls verwandelten Eule Lusa (Pina Koy / Lara-Sophie Bick) verlassen und werden schließlich wieder zu Menschen. Auch Lusa verwandelt sich wieder zurück in die Prinzessin (Pia Münstermann / Alicia Krisch), die sie einst war.

Erzählt vom weisen Selim Baruch (Nils Luca Friebe / Vincent Kunert) entfaltet sich diese ganze Geschichte vor ebenso märchenhaften wie farbenfrohen Kulissen. Gestaltet hat diese – wie schon seit vielen Jahren – Sabine Wellmann mit viel Liebe und Detailfreude. Beim Aufbau halfen die Väter der Viertklässler.

Für Texte und Inszenierung zeichnete einmal mehr Petra Lanwert-Landscheidt verantwortlich, die sich außerdem gemeinsam mit Elisabeth Harpenau sowie Müttern und Großmüttern um die Kostüme kümmerte. Die musikalische Umsetzung lag in den bewährten Händen von Prof. Michael Schmoll. Er leitete nicht nur das kleine Orchester, sondern komponierte sämtliche Melodien. Die Chorleitung übernahmen Ina Arnold, Julia Kriege, Sarah Piazenski und Alexandra Wilker.

Was sie alle gemeinsam auf die Beine gestellt hatten, begeisterte die zahlreich erschienenen Eltern, Mitschüler, Lehrkräfte und Gäste aus anderen Schulen ausnahmslos. Dementsprechend viel Applaus gab es nach jeder der vier Aufführungen für eine fantasievolle und mitreißende Reise in eine märchenhafte Welt.