Bewegliche Kunst, die bewegt

Ausstellung "Zeit-Passagen" mit Werken von Gerold Oltrogge läuft im Rathaus

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„Kunst, die sich bewegt und die deshalb auch Menschen bewegt“ schmückt derzeit das Wallenhorster Rathausfoyer. So jedenfalls beschrieb der stellvertretende Bürgermeister Alfred Lindner bei der Ausstellungseröffnung am Freitag (8. März) die Werke des Malers Gerold Oltrogge. Unter dem Titel „Zeit-Passagen“ sind sie bis einschließlich Freitag (3. Mai) im Rathaus zu sehen.
Das Markenzeichen des Fürstenauer Malers, so Lindner in seiner Begrüßung, sei, dass er eigentlich keines habe. Diese Offenheit ermögliche die ebenso bewegende wie bewegliche Kunst.

In einer Welt, in der „festgelegt“ – und sei es nur auf einen Stil – allzu oft in „festgefahren“ münde, sei diese innere und äußere Unabhängigkeit von Markenzeichen wertvoll. Gerold Oltrogge präsentiere sich als jemand, der aktuelle Eindrücke verarbeite, der sich stilistische Wagnisse erlaube, der vertraute Pfade ver- und sich auf Neues einlasse. Wer auf diese Weise Kunst gestalte und lebe, vervielfältige die Quellen seiner Inspiration und erschließe sich neue, auch im scheinbar Profanen.

Als Gastredner erklärte Dr. Stefan Mendricks aus Osnabrück, die Lebenslinien des Künstlers von 7 bis 77 seien alles andere als gerade verlaufen. Dies spiegele seine Kunst mit ihren pendelnden Stilen, die durch unterschiedliche Lebensräume geprägt worden sei, wider. Das Publikum müsse sich selbst ein Bild machen, welche Bilder ihm gefielen und woher die einzelnen Werke Farbklang und Spannung bezögen.

Insbesondere die Aussage zu den Lebenslinien ließ sich an Arbeiten wie „Die ersten Australier“, ein „Vier-Jahreszeiten-Schaf“ und „Wallaby dreaming – wer entdeckt’s“ sowie „China-Blues auf Pappelsperrholz“ oder „Fracking im Artland“ gut nachvollziehen. Wer sich ein eigenes Bild machen will, hat dazu bis Freitag (3. Mai) Gelegenheit. Bis dahin sind die rund 40 Arbeiten in Aquarell, Acryl, Pastell und chinesischer Tusche auf Leinwand, Papier und Pappe zu den Rathaus-Öffnungszeiten zu sehen: montags, mittwochs und freitags von 8 bis 16 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 8 bis 17.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.