Berlin-Neuköllns Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky in Wallenhorst

Ehrengast beim Tag des Anstoßes am Freitag (14. November)

Mitteilung von

Zum „Tag des Anstoßes“ lädt die Gemeinde alle Wallenhorsterinnen und Wallenhorster am Freitag (14. November) um 19 Uhr herzlich ein. Das Motto der in der Lechtinger Mehrzweckhalle am Schulweg stattfindenden Ehrenamtsgala lautet „Miteinander und füreinander: Wallenhorster engagieren sich“. Es geht dabei um ehrenamtliches Engagement im sozialen Bereich.

Der diesjährige Ehrengast Heinz Buschkowsky ist dem sozialen Engagement sehr verbunden. Der 1948 in Berlin-Neukölln geborene SPD-Politiker ist seit 2001 Bezirksbürgermeister seines Heimatortes, den man durchaus als einen sozialen Brennpunkt bezeichnen darf. Neukölln hat 318.000 Einwohner, die aus über 145 Nationen stammen. Menschen unterschiedlichster Mentalitäten, Kulturen und sozialer Herkunft leben dort. Die mit der Bevölkerungsstruktur verbundenen Probleme sind eine Herausforderung, der sich Buschkowsky gestellt hat und immer noch stellt.  

Buschkowskys Ziel ist es, Defizite in der Integrationspolitik abzubauen. Dabei geht er auch eigene Wege, mit denen er innerhalb seiner Partei mitunter auf starken Widerstand gestoßen ist. So war und ist seine These „Multikulti ist gescheitert“ umstritten. Doch Buschkowsky ließ und lässt sich nicht beirren, auch nicht durch innerparteilichen Widerstand. Wenn er einen Weg für richtig erkannt hat, geht er ihn auch konsequent weiter. Er nennt die Dinge beim Namen und spricht offen die sozialen Konfliktfelder und Probleme an: Jugendkriminalität, Jugendarbeitslosigkeit, Zwangsheiraten und Ehrenmorde. Buschkowsky spricht offen aus, was er denkt, ohne Rücksicht darauf, ob es in der eigenen Partei gerne gehört wird. Die Liebe zum klaren Wort ohne Rücksicht auf Parteibefindlichkeiten hat er mit Helmut Schmidt gemeinsam. Buschkowsky ist Anhänger des Hamburger Politikers. Schmidt war für ihn der Auslöser zum Eintritt in die SPD.

Großen Wert legt Buschkowsky auf die schulische Erziehung. Wenn es da mit dem regelmäßigen Schulbesuch nicht klappen sollte, so empfahl er 2008, sollten statt der Schüler eben die Eltern die Schulzeugnisse erhalten und auf diese Art und Weise zum Gespräch mit den Lehrern gezwungen werden. Als es in den Schulen im Bezirk Neukölln zunehmend zu Gewalttätigkeiten gegen Schüler und Lehrer kam, die auch bundesweit Schlagzeilen machten, plante Bezirksbürgermeister Buschkowsky 2007 die Einsetzung von Wachdiensten, um den untragbaren Zuständen ein Ende zu setzen. Die Maßnahme erwies sich als erfolgreich, denn die Zahl der schwerwiegenden Gewalttaten ging sehr deutlich zurück. 

Kostenlose Eintrittskarten für die Veranstaltung gibt es ab Montag (3. November) an der Infotheke des Rathauses.

Für Fragen rund um den „Tag des Anstoßes“ steht Klaus Schwegmann unter Telefon 05407 888-302 bzw. per E-Mail gern zur Verfügung.