"Bergfest" beim Windpark-Bau

Startschuss für den Bau zweier neuer Windkraftanlagen am Schwarzen See

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Der Bau des Windparks „Schwarzer See“ in Wallenhorst-Hollage biegt auf die Zielgerade ein. Die Fundamente sind gelegt, Ende November wurden die Turmsegmente für die beiden neuen Windkraftanlagen angeliefert. Bleibt es beim anvisierten Zeitplan, dann sollen diese noch in diesem Jahr ans Netz gehen und „grünen“ Windstrom für mehr als 2.400 Haushalte liefern. Darüber freuten sich beim „Bergfest“ am Freitag (23. November) Vertreter von Entwickler, Hersteller, Betreiber und Gemeinde Wallenhorst.


In seiner Begrüßung sprach Bürgermeister Ulrich Belde von einem wesentlichen Etappenziel, das erreicht worden sei. „Hier soll die Energiewende erfahrbar werden“, erklärte er. Sein Danke galt den Stadtwerken Osnabrück als Investor und Betreiber der zwei Windkraftanlagen. „Mit Ihnen haben wir einen starken Partner“, sagte Belde in Richtung des Stadtwerke-Vorstandsvorsitzenden Manfred Hülsmann. Die Gemeinde könne sich vorstellen, diese zum Beispiel in der Wasserversorgung praktizierte Zusammenarbeit auszuweiten, etwa im Zusammenhang mit der geplanten Gründung von Gemeindewerken.


Auch Hülsmann lobte die ebenfalls im Bereich des Öffentlichen Personennahverkehrs erprobte Zusammenarbeit. Für die Stadtwerke Osnabrück als künftiger Betreiber sei die Sieben-Millionen-Euro-Investition in die neuen Anlagen ein weiterer Baustein zur Erreichung ihrer ambitionierten Ziele. „Wir wollen den Ausbau der grünen Energieerzeugung in der Region sinnvoll vorantreiben und setzen dabei insbesondere auf den Energieträger Wind“, so der Stadtwerke-Vorstandsvorsitzende Manfred Hülsmann. Die Energiewende müsse im Kleinen anfangen.

Die Neuanlagen vom Typ Vestas werden eine Nabenhöhe von 125 Metern und eine Leistung von je 2.000 Kilowatt haben. Inklusive der benachbarten, 20 Meter kleineren Anlage könnte der Windpark „Schwarzer See“ damit rein rechnerisch rund ein Drittel des Strombedarfs aller Wallenhorster Privathaushalte abdecken.

„Mit dem in Kürze startenden Aufbau der Anlagen beginnt die heiße Phase“, sagte Dr. Arndt Schumacher, Gesellschafter der Wallenhorster DEPO GmbH, die das Projekt geplant und entwickelt hat. Die DEPO hatte bereits die vorhandene Anlage errichtet, die einem dänischen Investor gehört. „Es war ein langer Weg bis zur jetzigen Windparkerweiterung“, ergänzte DEPO-Geschäftsführer Martin Kock. „Als Wallenhorster Unternehmen freut es uns aber umso mehr, dass wir die Stadtwerke als sozusagen direkten Nachbarn als Investor gewinnen konnten.“