Austausch über Engagement und Identifikation

Osnabrücks Bischof Franz-Josef Bode besuchte Gemeinde Wallenhorst

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Den Titel „Gemeinden“ tragen sie alle, sowohl die katholischen Kirchengemeinden im Bistum Osnabrück als auch die Gemeinde Wallenhorst. Dass sie mehr verbindet als diese Namensgleichheit, wurde beim Besuch des Osnabrücker Bischofs Franz-Josef Bode im Wallenhorster Rathaus am Donnerstag (12. Juli) deutlich.
Der Bischof kam in Begleitung von Dietmar Schöneich als Pfarrer der Wallenhorster Pfarreiengemeinschaft und von Bernd Overhoff, deren pastoralem Koordinator. Begrüßt wurden die Besucher von Bürgermeister Ulrich Belde, dem Ratsvorsitzenden Hans Stegemann, den stellvertretenden Bürgermeistern Alfred Lindner und Alfons Schwegmann, den Vertretern der Ratsfraktionen und den Führungskräften der Gemeindeverwaltung.

Bischof Bode absolviert derzeit Visitationen in den Pfarrgemeinden des Dekanats Osnabrück-Nord. Teil jeder Visitation sei ein Besuch der politischen Gemeinde, denn: „Kirche und politische Gemeinden haben etwas Wichtiges gemeinsam: Wir leben davon, dass sich Menschen kirchlich und gesellschaftlich engagieren, und wir sind gut beraten, dieses Engagement zu stützen.“

Ehrenamtlichkeit aber brauche Überschaubarkeit, denn die Menschen setzten sich für das ein, mit dem sie sich identifizierten. Deshalb sei es ihm bei allen Strukturreformen in der Kirche wichtig, „dass vor Ort weiter Gesichter wahrgenommen werden und dass Anlaufpunkte bestehen bleiben.“ Es sei nicht schwer, große Strukturen zu schaffen, aber man müsse die Nähe zu den Menschen erhalten.

Mit Blick auf die Zukunft stehe die Kirche vor der Überlegung, „wen wir in das Netz der Verantwortung einbinden, ohne alles von der priesterlichen Weihe abhängig zu machen.“ Die Stellen von bislang drei pastoralen Koordinatoren im Bistum sollten nötige strukturelle Änderungen begleiten und das Zusammenwachsen beispielsweise in der Pfarreiengemeinschaft Wallenhorst fördern.

Dabei fielen solche Änderungen in traditionell gläubigen Gebieten vielen Menschen schwer. Andererseits aber setzten gerade krisenhafte Situationen oft neue Kräfte und neue Bereitschaft zur Zusammenarbeit frei. Als wertvolle Bereicherung bezeichnete Bischof Bode die Mitwirkung indischer Priester im Bistum, von denen einige in der Pfarreiengemeinschaft tätig waren und sind.

Zufrieden zeigten sich alle Gesprächsteilnehmer mit den gemeinsam von Kirchengemeinden und politischer Gemeinde umgesetzten Projekten wie zum Beispiel dem Bau von Krippengruppen oder der Sanierung des Kirchplatzes. Es sei gut, dass vieles auf kurzem Weg unkompliziert erledigt werde könne, sagte Pfarrer Dietmar Schöneich. Als Beispiel nannte er die Eröffnung eines wöchentlichen kommunalen Jugendtreffs im kircheneigenen Philipp-Neri-Haus.

Auch die Vertreter der Gemeinde Wallenhorst würdigten die stets gute Zusammenarbeit. Zur Erinnerung an den Besuch überreichte Bürgermeister Ulrich Belde dem Bischof die Skulptur „Vier Ortsteile – eine Gemeinde“ des Bildhauers Dominikus Witte. Sie vereint symbolische Darstellungen aller Wallenhorster Ortsteile, darunter zur Freude des Bischofs auch die einer Wallfahrt zum Wallfahrtsort Rulle.