Aus Muskelkraft wird Strom: Spannendes Lernen in der Hollager Mühle

Lernstandort für regenerative Energien an der Jugendfreizeitstätte eingerichtet / Weitere Ehrenamtliche gesucht

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Regenerativ – mach mit: Unter diesem Motto können Kinder in der  Hollager Mühle ab sofort praktische Erfahrungen mit alternativer Energiegewinnung machen. Die Gemeinde Wallenhorst hat hier eine Ausstellung zu diesem Zukunftsthema eingerichtet, die den Lernstandort für regenerative Energien auf dem Gelände der Jugendfreizeitstätte komplettiert. Bürgermeister Ulrich Belde und Erste Gemeinderätin Karin Rodeheger begrüßten bei der Vorstellung der Ausstellung am Dienstag (18. Januar) im Pavillon der Mühle Birgit ten Thoren und Friedemann Schmidt von der Firma Bio-Consult aus Belm, die die Versuchsreihen mit Unterstützung der Fachhochschule Osnabrück entwickelt und aufgebaut haben, sowie Ute Steinbach-Hunger, die die ehrenamtliche Betreuung der Ausstellung übernehmen wird.
Dass man ein Radio spielen lassen kann, wenn man auf einem Trimmrad kräftig in die Pedale tritt, begeisterte die anwesenden Wallenhorster Schulkinder und trieb sie zu Höchstleistungen an.
Die kleinen Forscher staunten nicht schlecht, als Friedemann Schmidt und Birgit ten Thoren die Nebelmaschine betätigten und den Nebel in drei kleine Plexiglashäuser bliesen. So simulierten sie die Heizungsluft, die aus unterschiedlich gut isolierten Häusern mehr oder weniger stark entweichen konnte. Nicht nur eine gute Dämmung des Hauses ist also wichtig, sondern natürlich auch der sparsame Umgang mit Energie: Die Heizkörper angestellt und Türen oder Fenster geöffnet –  warum Mama und Papa dann meckern, wird den Schulkindern in diesem Versuch bewusst.
Mit Begeisterung verfolgten die Kinder die Experimente und konnten dabei selbst aktiv werden. So konnten sie die Arbeitsweise eines Heizungsthermostats in einem anschaulichen Versuchsaufbau selbst testen. Auch bei den Erwachsenen, die ihnen interessiert über die Schulter schauten, zeigte sich das ein oder andere „Aha“-Erlebnis.
Gefördert wird der Lernstandort durch verschiedene Institutionen. So beteiligen sich neben der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und dem Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung  Niedersachsen auch die Stiftung der Sparkassen im Landkreis Osnabrück, die Klosterkammer Hannover sowie die Niedersächsische Lottostiftung.
Ute Steinbach-Hunger aus Rulle ist die erste ehrenamtliche Mitarbeiterin, die die Versuche künftig mit den Kinder- und Jugendgruppen zusammen durchführen wird. Als Ingenieurin freue sie sich auf die naturwissenschaftliche Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern, erklärt die dreifache Mutter. Da sie selbst ein energiebewusster Mensch sei, sehe sie es als eine spannende und wertvolle Aufgabe an, junge Menschen an das Thema „regenerative Energien“ heranzuführen.
Für die Betreuung dieser Unterrichtseinheiten werden noch weitere kompetente Personen mit Vorkenntnissen gesucht. Sie sollten Interesse mitbringen und Freude an der Arbeit mit jungen Menschen haben.
Konkret sind die Gruppen zu führen und die Versuchseinheiten zu betreuen, was inklusive Auf- und Abbau jeweils etwa zwei Stunden dauert. Themen sind Energiegewinnung aus Wind, Wasser, Sonne, Muskelkraft und Holz (Biomasse) sowie Energie sparen (Dämmmaterialien, eigenes Verhalten). Als Informationsgrundlage dienen neben der Energie sparenden Technik der Mühle (Holzpelletheizung, Solaranlage, Windkraftanlage) die Poster und Versuchsmodelle der Ausstellung.
Die Stationen sind schülergerecht und einfach aufgebaut, müssen aber betreut werden. Jeder der Versuche ist durch ein Betreuerhandout und ein Schülerhandout beschrieben, sodass Inhalt und Ablauf klar umrissen sind. Die zehn Stationen werden jeweils für eine Unterrichtseinheit einfach und schnell aufgebaut. Wer Interesse hat, ehrenamtlich mit Jugendlichen und im Team an diesen Themen zu arbeiten, kann sich an Karl-Heinz Ast, den Ehrenamtsbeauftragten der Gemeinde Wallenhorst, wenden. Er ist erreichbar unter der Telefonnummer (05407) 6200 oder per E-Mail unter der Adresse karl.heinz.ast@remove-this.t-online.de.