22 Jugendliche mischen den Wallenhorster Rat auf

Projekt „Schülerinnen und Schüler in die Kommunalpolitik“ erfolgreich gestartet

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„Einmischen, mitmischen, aufmischen“ – das wollen laut Projekttitel 22 Schülerinnen und Schüler in den kommenden sechs Wochen in der Wallenhorster Kommunalpolitik tun. Die Jugendlichen werden dabei die Arbeit der Ratsfraktionen begleiten, an Fraktions- und Ausschusssitzungen teilnehmen und zum Abschluss die Ratssitzung am Dienstag (20. Dezember) besuchen.

Bürgermeister Otto Steinkamp zeigte sich zum Projektstart am Montag (7. November) sehr erfreut, dass sich so viele Schülerinnen und Schüler auf das Projekt eingelassen haben. Es freue ihn ebenfalls, dass die Politik sich hier engagiere. Dass die Ratsmitglieder in so großer Zahl vertreten seien, zeige auch, dass sie das Projekt ernst nehmen. Die Jugendlichen begrüßte Steinkamp persönlich mit Handschlag, „weil es in der richtigen Ratssitzung auch so ist, dass der Bürgermeister alle Ratsmitglieder persönlich begrüßt“.

Die Auftaktveranstaltung, in der die Schülerinnen und Schüler unter anderem erste Grundzüge der Kommunalpolitik kennenlernten und – ebenso wie die Ratsmitglieder – ihre Wünsche und Erwartungen an das Projekt äußern konnten, verlief in lockerer und entspannter Atmosphäre. Einen Beitrag dazu leistete auch das „Politiker-Bingo“, mit dem Moderator Uwe Helmes vom Stellwerk Zukunft anfängliche Berührungsängste zwischen beiden Seiten gleich im Keim erstickte. Die Jugendlichen durften hierbei den Ratsfrauen und Ratsherren persönliche Fragen stellen, beispielsweise „In welchem Fach hatten Sie in der Schule schlechte Noten?“, „Spielen Sie ein Musikinstrument?“ oder „Was ärgert Sie bei Sitzungen immer wieder?“ – die Politiker machten mit und antworteten offen und ehrlich.

„Wir haben dieses Projekt gestartet, weil es einfach Sinn macht, dass Schülerinnen und Schüler frühzeitig auch mal die Personen persönlich kennenlernen und einen Einblick bekommen, wie das Ganze funktioniert“, erläuterte Bürgermeister Otto Steinkamp. Das Thema Kommunalpolitik werde auch in den Schulunterricht integriert, sodass die Schülerinnen und Schüler einigermaßen verlässlich sagen könnten, wie Kommunalpolitik funktioniere, wie Entscheidungen zustande kämen und wo die kleinen Problemchen seien, damit die Vorurteile, die es hier und da im Bereich der Politik gäbe, einfach ein Stück weit aufgelöst würden.

Bis zur großen Ratssitzung im Dezember hätten die Jugendlichen nun Zeit herauszufinden, wie überhaupt die Dinge des täglichen Lebens auf die Tagesordnung einer Sitzung kämen, beschreibt Uwe Helmes den Projektverlauf in den kommenden Wochen. „Und als Highlight gibt es im Februar noch eine Fahrt nach Berlin, sodass die Jugendlichen hoffentlich merken, dass die große Politik in Berlin auch nur so funktioniert wie im kleinen Ort - nämlich, wenn sich Leute engagieren.“

Aus dem Projekt etwas mitnehmen sollen übrigens nicht nur die Schülerinnen und Schüler, sondern auch die Mitglieder des Rates: Neue Ideen und Kritik aus der Sicht der Jugendlichen sollen helfen, die Zukunft der Gemeinde zu gestalten.