140 Radfahrer auf der A33-Nord

Radtour bot anschauliche Infos über Ausmaße der geplanten Autobahn

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Wie viel der Landschaft die Autobahn A33-Nord nach ihrem Bau tatsächlich einnehmen oder besser zerstören würde, davon gewannen rund 140 Radfahrer am Sonntag (7. Oktober) bei einer Fahrradtour auf der geplanten Trasse eine Vorstellung.

Die gemeinsame Aktion der fünf Veranstalter – der beiden Bürgervereine von Icker und Wallenhorst, des Umweltforums Osnabrücker Land e.V., der ArGe „Besseres Verkehrskonzept“ und der Gemeinde Wallenhorst – war als südliche Fortsetzung der gleichen Aktion vom letzten Jahr geplant. 2011 war die Trasse durch Rulle und Wallenhorst gezeigt worden.

Start- und Zielpunkt war wieder das Schützenhaus Icker. Bernd Langewand als Vorsitzender des Bürgervereins Icker und Wallenhorsts Bürgermeister Ulrich Belde begrüßten die Teilnehmer. Überstimmend erklärten sie, der Bau der A33-Nord sei keinesfalls sicher oder gar beschlossene Sache, wie einige Lokalpolitiker behaupteten. Die Zeichen ständen vielmehr für einen Wegfall der Trasse, da der nächste Verfahrensschritt schon seit mehreren Jahren ausstehe, was auf Schwierigkeiten in der Planung hinweise. Zudem strebe die Niedersächsische Straßenbauverwaltung nun doch auch den sechsspurigen Ausbau der A30 zwischen dem Lotter Kreuz und dem Kreuz Osnabrück-Süd an.

Für die Radtour hatten die Organisatoren Teilbereiche der geplanten Trasse auf den abgeernteten Äckern mit rot-weißem Trassierband markiert. In einer Breite von 70 Metern soll die A33-Nord am Kreuzungspunkt der Straßen Hinter dem Felde / Am roten Hügel etwa acht bis neun Meter tief in die Landschaft einschneiden – Dimensionen, die vielen Teilnehmern noch nie anschaulich gemacht worden waren und die sie entsprechend entsetzten.

An vier Stellen veranschaulichten so Bernd Langewand und Udo Stangier, Umweltbeauftragter der Gemeinde Wallenhorst, Verlauf und Ausmaß der geplanten Trasse. Diese könne dafür sorgen, dass es am roten Hügel in Icker ähnlich aussehe wie bei der Bundesstraße 68 nördlich von Wallenhorst bei der Querung des Penter Knapp am Wiehengebirgskamm.

In der Pause stärkten sich die Radfahrer bei Kaffee und selbstgebackenen Kuchen am Schützenhaus. Dort war außerdem ein Informationspavillon aufgebaut, an dem sich die Besucher mit Luftbildern und Karten den geplanten Verlauf der Autobahntrasse durch Belm und Wallenhorst anschauen konnten. Zugleich nutzten einige Besucher die Möglichkeit, den Klagefond des Umweltforums gegen einen möglichen Planfeststellungsbeschluss mit der Zahlung von 33 Euro zu unterstützen.

So ermutigt, werden die Gegner der A33-Nord ihre Aktivitäten fortsetzen. Für den Sommer 2013 planen sie ein großes Hof-Fest in Icker.