Älteste Heizung in Wallenhorst gesucht

Mit dem „alten Schätzchen“ eine neue Heizung gewinnen

Auf der Suche nach „alten Schätzchen“: Wallenhorsts Klimaschutzmanager Stefan Sprenger.
Auf der Suche nach „alten Schätzchen“: Wallenhorsts Klimaschutzmanager Stefan Sprenger.

Die Gemeinde Wallenhorst hatte 2016 in einem Wettbewerb den ältesten, noch dauerhaft im Betrieb befindlichen Heizkessel gesucht. Im Rahmen der Gewerbeschau Wallenhorst hat sie den Eigentümern der drei ältesten Anlagen attraktive Preise übergeben, mit denen diese in Zukunft energiesparender heizen können.

Andreas Pohlmann ist der Gesamtsieger des Wettbewerbs. „Sein Kessel aus dem Jahr 1961 war unter allen Einsendern der älteste“, erklärt Wallenhorsts Klimaschutzmanager Stefan Sprenger. Pohlmann erhielt vom Heizungshersteller Buderus einen neuen Brennwertkessel. Den Einbau, der ebenfalls Bestandteil des Gewinns ist, übernahm die Detmer GmbH aus Wallenhorst. Der Einbau erfolgte zeitnah, so dass Herr Pohlmann bereits im nahenden Winter energiesparender heizen kann“, so Sprenger. „Neben dem großen Einsparpotenzial bietet der neue Kessel auch eine umfangreiche Ausstattung, sodass man ihn zum Beispiel auch über das eigene Smartphone steuern kann“, hebt Sandro Kuligowski seitens Buderus die Vorzüge des neuen Gerätes hervor.

Nur ein Jahr jünger ist der zweitälteste Kessel. Er gehört Wilfried Wiemeyer und stammt aus dem Jahr 1962. „Damit Herr Wiemeyer beim Heizen in Zukunft Energie sparen kann, führte die PURenergy GmbH einen hydraulischen Abgleich seiner Heizungsanlage durch. Mit diesem Verfahren wird auch bei älteren Anlagen sichergestellt, dass die benötigte Wärme optimal im Haus verteilt und die Energie effizient eingesetzt wird“, erklärt Stefan Sprenger. „Das Einsparpotenzial eines solchen Abgleichs beträgt in Einfamilienhäusern durchschnittlich 100 bis 150 Euro im Jahr“.

Ebenfalls von PURenergy zur Verfügung gestellt wurde der Preis für den drittältesten Kessel. Josef Brüggemanns Heizungsanlage aus dem Jahr 1966 wird in Zukunft mit einer Hocheffizienzpumpe ausgestattet, die sich im Gegensatz zu seiner alten ungeregelten Pumpe dem Heizwärmebedarf anpasst und somit bis zu 80 Prozent weniger Strom benötigt.

Knapp 50 Besitzer alter Heizungsanlagen hatten am Wettbewerb teilgenommen. „Die meisten Bewerber hatten Kessel, die in den 1970ern hergestellt wurden. Für den Sieg reichte das nicht“, berichtet Sprenger. „Im Durchschnitt sind die eingereichten Kessel 40 Jahre alt. Ein Kesseltausch empfiehlt sich aber schon nach 15 Jahren, weil moderne Heizkessel sauberer, sparsamer und komfortabler arbeiten. Das schont die Umwelt und bringt jährlich bis zu 1.000 Euro Ersparnis bei den Heizkosten“, erläutert der Klimaschutzmanager. Damit dieses Potenzial von den Besitzern alter Heizungskessel erschlossen werde, erhielten die Besitzer der zehn ältesten Kessel einen Gebäude-Energie-Check, bei dem ein Energieexperte von der Verbraucherzentrale das Einsparpotenzial der Heizungsanlage, der Gebäudehülle sowie die Eignung des Hauses zur Nutzung von erneuerbaren Energien untersuche. Die Gewinner wurden schriftlich benachrichtigt.