Umgestaltung des Ortskerns in Rulle in zwei Bauabschnitten

Das Zentrum von Rulle soll schöner und für die alle Verkehrsteilnehmer sicherer werden! Das ist das Ziel, welches sich Rat, Verwaltung und Dorferneuerungsarbeitskreis gesetzt haben. Der Umbau zum Kreisverkehrsplatz, neues Pflaster, Bruchsteinmauern als wiederkehrendes Gestaltungsmerkmal, eine einheitliche Leitbepflanzung und die Neuordnung des Busverkehrs: das sind die wesentlichen Merkmale der geplanten Dorferneuerungsmaßnahme. Insgesamt soll mehr Wiedererkennungswert für das Zentrum von Rulle geschaffen werden. Das Alleinstellungsmerkmal „Wallfahrtsort“ soll im Ortskern ablesbarer werden und auch mehr Aufenthaltsqualität soll entstehen.

Die Planungen im Ruller Ortskern begründen sich aus dem 2012 vom Rat beschlossenen Dorferneuerungsplan der Gemeinde. Konkret an der Maßnahme geplant wird seit 2016 mit dem Beschluss, die Planungsideen von drei Büros für das Ruller Zentrum einzuholen. Auf der Grundlage wurde die Förderzusage des Amts für Regionale Landesentwicklung Weser-Ems (ARL) über rund 720.000 € eingeholt und die Planungen über zahlreiche Arbeitskreis- und politische Sitzungen auch unter Beteiligung der betroffenen Behörden und der Bürger weiterentwickelt. Gebaut wird nach den Planungen des Planungsbüros Hyco Verhaagen aus Lohne in Kooperation mit dem Büro IBT, Ingenieurbüro Hans Tovar und Partner aus Osnabrück. Die Umsetzung erfolgt in zwei Bauabschnitten. Gefördert wird die Maßnahme im Rahmen der Dorferneuerung von Bund, Land und EU nach den geltenden Förderbestimmungen mit der bewilligten Maximalfördersumme.

Zweiter Bauabschnitt „Klosterstraße“ im Bau

Seit dem 23.03.2020 wird in Rulle am zweiten Bauabschnitt gearbeitet. Nach der öffentlichen Ausschreibung der Maßnahme und dem Vergabebeschluss im Februar sind die Maßnahmen planmäßig unter Vollsperrung des Baubereiches angelaufen. Die Klosterstraße soll im Bereich ab der Einmündung Prozessionsweg bis zum neuen Kreisverkehrsplatz ein neues Gesicht erhalten. Erneuert werden die Gehwegbereiche mit Unterbau. Sie erhalten eine einheitliche Pflasterung wie im ersten Bauabschnitt. Im Einmündungsbereich Am Eichholz, dem Zugang zur Wallfahrtskirche aus der Klosterstraße, findet eine platzartige Gestaltung statt. Bruchsteinmauern und Pflanzbeete schaffen zur Kirche hin ein neues Entree. Auch die Prozessionskapelle in der Einmündung zum Prozessionsweg erhält ein neues Umfeld. In Teilbereichen werden Bruchsteinmauern ergänzt. Die vorhandene Treppenanlage gegenüber des Kindergartens wird saniert. Für Menschen mit körperlichen Einschränkungen werden die Querungsmöglichkeiten der Klosterstraße verbessert. Das Parkplatzangebot in der Klosterstraße wird verbessert und die Straßenbeleuchtungseinrichtungen werden erneuert. Abschließend erhält die Klosterstraße eine neue Deckschicht. Parallel zu den Dorferneuerungsmaßnahmen werden in der Klosterstraße und in den einmündenden Straßen im Baustellenbereich erforderliche Arbeiten an den Ver- und Entsorgungsleitungen durchgeführt.

Die Bauarbeiten laufen planmäßig bis Ende Juli 2020. Die Planungen zum 2. Bauabschnitt können Sie hier einsehen.

Erster Bauabschnitt der Dorferneuerung im Ruller Zentrum fertiggestellt:

Ruller Zentrum zeigt sein neues Gesicht

Bisheriger Zustand des Kreuzungsbereiches
Bisheriger Zustand des Kreuzungsbereiches

Von März bis August 2019 stand der Verkehr im Ortszentrum von Rulle teilweise still. Die Arbeiten des ersten Bauabschnittes zur Umgestaltung des Ortskerns in der Dorferneuerung und die Umsetzung des neuen ÖPNV-Konzeptes wurden durchgeführt. Im Herbst folgte nach der ebenfalls mit Fördergeldern umgesetzten Umgestaltung des Andachtsplatzes  die Bepflanzung des Gesamtbereiches.

Planung zur Umgestaltung des Kreuzungsbereiches
Planung zur Umgestaltung des Kreuzungsbereiches

Im Mittelpunkt liegt nun ein Minikreisverkehrsplatz, dessen Mittelinsel für Busse und LKW überfahrbar ist. Fußgänger können sicher und auf kurzen Wegen über die neuen Zebrastreifen zu allen zentralen Einrichtungen gelangen. Die Ampel auf dem Schulweg bleibt erhalten. Mit neuen Bushaltestellen, einer Buswendeschleife und einer Betriebshaltestelle wurden die Grundlagen für das neue ÖPNV-Konzept der Gemeinde geschaffen. Die Straßenseitenbereiche wurden im Rahmen der Dorferneuerung umgestaltet und neue Hochbeete aus Bruchsteinmauern wurden gebaut. Im Frühjahr 2020 zeigen sich mit den Frühblühern die ersten Vorboten der künftigen Leitbepflanzung auf den neuen Ruller Platzflächen. Die Bepflanzung der Flächen wurde so ausgewählt, dass sich die Blütezeiten der Stauden und Blumenzwiebeln abwechseln und so zu jeder Jahreszeit ein attraktives, aber zugleich pflegearmes Bild entsteht. Die Beetflächen sollen in den kommenden Monaten weitgehend zuwachsen und wurden so bepflanzt, dass sie künftig auch eine ökologische Wertigkeit als Nahrungsgrundlage für Insekten bieten werden.