Bürgerdialog zur „Neuen Mitte“ am 4. und 11. August

Gemeinde, Investor und Architekten informieren über das geplante Wohn- und Geschäftszentrum

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Ausführliche Informationen zum Projekt „Neue Mitte Wallenhorst“ geben Bürgermeister Otto Steinkamp, die HBB Hanseatische Betreuungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH als Investor, das Architekturbüro Rhode Kellermann Wawrowsky sowie die Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung mbH im Rahmen eines Bürgerdialoges am Donnerstag (4. August) von 14 bis 20 Uhr sowie am Donnerstag (11. August) von 16 bis 20 Uhr im Wallenhorster Rathaus. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind hierzu herzlich eingeladen.

Die Gemeinde Wallenhorst plant in zentraler Lage auf einem fast 20.000 m² großen Grundstück ein Wohn- und Geschäftszentrum. Der Standort für die „Neue Mitte Wallenhorst“ – so der Name des Projektes – befindet sich innerhalb des Ortskerns von Wallenhorst und wird von der Rathausallee, den Straßen „Alte Hofstelle“ und „Alte Webschule“, dem Alten Pyer Kirchweg und der Niedersachsenstraße umschlossen.

Ob es verwirklicht wird, entscheiden die Wallenhorster im Rahmen einer Bürgerbefragung am Sonntag (11. September) zeitgleich mit der Kommunalwahl. Das Ergebnis ist zwar formal nicht bindend, dennoch hat die Mehrheit der Mitglieder des Gemeinderates signalisiert, sich an das Votum der Bürgerinnen und Bürger zu halten.

Errichten möchte das Wohn- und Geschäftszentrum die HBB Hanseatische Betreuungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH aus Hamburg. Nach der Bürgerbefragung und einem entsprechenden Ratsbeschluss könnte der erfahrene Entwickler und Investor mit dem Bau beginnen.

Konkret sollen in der „Neuen Mitte“ 6.250 Quadratmeter hochwertige Einzelhandels- und circa 1.500 Quadratmeter Dienstleistungs- und Gastronomieflächen sowie 12 bis 18 Wohnungen entstehen. Die Auswahl der Mieter soll auf die besonderen Marktgegebenheiten des Einzugsgebietes und auf den Standort zugeschnitten sein, ein Mix zum Beispiel aus dem Bekleidungs- und Lebensmittelbereich. Vorgesehen sind unter anderem Filialen von REWE, Lidl, dm und Deichmann. Sie würden aus Sicht der Planer sinnvoll das vorhandene Sortiment in  Qualität und Quantität ergänzen.

Der Komplex selbst soll durch einen neuen Platz mit hoher Aufenthaltsqualität ergänzt werden.

Durch die hervorragende Lage im Herzen von Wallenhorst würde das neue Wohn- und Geschäftszentrum an die etablierten Angebote anknüpfen. Mit den neuen Geschäften würde der Ortskern Anbieter erhalten, die diesen verbessern und die bestehenden Geschäfte im Bestand sichern. Zusätzlich würde weiterer Wohnraum in attraktiver Lage geschaffen.

Die Planungen der HBB sehen für das Wohn- und Geschäftszentrum im Einzelnen folgende Nutzungen vor:

  • ein Vollsortimenter mit einer Verkaufsfläche von circa 2.250 qm
  • ein Lebensmitteldiscounter mit einer Verkaufsfläche von circa 1.400 qm
  • ein Drogeriemarkt mit einer Verkaufsfläche von circa 700 qm
  • sechs bis acht klein- und mittelflächige Betriebe mit zentrumsrelevanten Sortimenten und einem Café mit Außengastronomie mit einer Verkaufsfläche von insgesamt circa 1.900 qm
  • 12 bis 18 Wohnungen mit Wohnflächen zwischen 50 und 90 qm
  • ein Parkplatz mit 260 Pkw-Stellflächen

Die Verknüpfung mit der Fußgängerzone soll durch eine Mall geschaffen werden, die sowohl einen Zugang von der Rathausallee als auch einen Zugang von der „Alten Hofstelle“ erhält.

Hinsichtlich der Auswirkungen auf den Einzelhandel hat die Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung mbH (GMA) eine Einschätzung in der Ratssitzung am Dienstag (10. Mai) gegeben. Zusammenfassend stellt sie fest, dass das Wohn- und Geschäftszentrum mit dem zentralen Parkplatz, der für die möglichen Kunden eine wichtige Voraussetzung darstellt, die Versorgungsbedeutung des Ortskerns deutlich steigern würde. Darüber hinaus würden sowohl der Lidl als auch der dm zur Attraktivitätssteigerung des Zentrums und zur Rückgewinnung abfließender Kaufkraft an benachbarte Kommunen beitragen. Die GMA geht davon aus, dass die Nahversorgung in den Ortsteilen durch das Projekt nicht gefährdet wird. Allerdings können für die dezentralen Standorte ohne Wohngebietsbezug Auswirkungen entstehen.