Antrittsbesuch in Stawiguda

Bürgermeister Otto Steinkamp erstmals zu Gast in polnischer Partnergemeinde

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Neben dem Kennenlernen von Wallenhorsts polnischer Partnergemeinde Stawiguda stand für Bürgermeister Otto Steinkamp vor allem ein thematischer Austausch zu den aktuellen Herausforderungen beider Kommunen mit seiner Amtskollegin Irena Derdoń auf dem Programm einer Delegationsreise von Mittwoch (18. Mai) bis Samstag (21. Mai).

Begleitet von den Ratsmitgliedern Hans Stegemann, Martin Lange, Stefan Düing, Johannes Otte, Manfred Wellmann, Marlene Posnin und Andreas Lucht sowie von Dolmetscher Marek Wanik und Petra Tepe als Koordinatorin der Partnerschaften in der Gemeindeverwaltung besprach Steinkamp künftige Möglichkeiten der Zusammenarbeit sowie Aktivitäten der kommenden Jahre mit den Vertretern Stawigudas. Intensivieren möchten beide Seiten die Partnerschaft besonders in den Bereichen Tourismus, Jugend und Sport sowie bei der Zusammenarbeit von Vereinen und Verbänden. Konkret festgelegt wurde der Termin des 15-jährigen Partnerschaftsjubiläums. Dieses soll am ersten Septemberwochenende 2017 in Wallenhorst gefeiert werden.

Mit dem Lied „Brüderchen, komm tanz mit mir“ und Szenen aus dem Märchen „Aschenputtel“ begrüßten die Kinder der örtlichen Grundschule die Gäste aus Wallenhorst. Deutschunterricht erhalten sie bereits ab der ersten Klasse an zwei Stunden pro Woche – als Zusatzangebot der Gemeinde. Neben der Grundschule besichtigte die Delegation auch das Gymnasium Stawiguda (die Partnerschule der Realschule Wallenhorst) sowie eine neu gebaute Kindertagesstätte. Letztere bietet den 100 Kindern ein Ganztagsangebot von 6 Uhr bis 17.30 Uhr und wird demnächst aufgrund starker Nachfrage auf 120 Plätze erweitert.

Besichtigen konnten die Wallenhorster auch den Fischzuchtbetrieb „Antonius Caviar“, den drittgrößten Produzenten von Kaviar in Europa, ein Passivhaus-Bauunternehmen, einen Metallbauer für Deckensysteme und Messebau sowie die modern ausgestattete Freiwillige Feuerwehr, die dank EU-Fördermitteln in den vergangenen drei Jahren gleich mehrere neue Fahrzeuge anschaffen konnte.

Bürgermeisterin Irena Derdoń erläuterte ihren Gästen, dass die Gemeinde derzeit sehr stark in Infrastruktur investiere – beispielsweise in Straßenbau, Plätze, Entwässerung, Kläranlagen und Abfallbeseitigung. Durch die bevorzugte Lage im Speckgürtel von Olsztyn sei Stawiguda eine beliebte Wohngemeinde geworden, die in den vergangenen Jahren stark gewachsen sei. Dementsprechend würden auch stetig neue Baugebiete ausgewiesen. Eine entsprechende Entwicklung gebe es auch in Stawigudas Wirtschaft. Hier gebe es eine Vielzahl gut geführter und sich stark entwickelnder Unternehmen.